Veranstaltungsinformationen

Di | 19. Jan. 2010
Institut für neue Musik und Medien
 

Schloss Gottesaue
Kubus im ZKM
Lorenzstr. 19
20.00 Uhr

 

Neue Werke
aus der Kompositionsklasse Wolfgang Rihm

Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe
Leitung: Prof. Wolfgang Rihm

Eintritt: 5 € / erm. 2,50 €


     
Programm   Viviane Waschbüsch
Les caprices du terrible enfant (UA)
für Violine solo

Violine: Viviane Waschbüsch

Darius Przybylski
Subkontur für Schlagzeug und Tonband

Schlagzeug: Keita Maeda

EunSun Lee
White out (UA) für Violine solo

Violine: Alwyn Tomas Westbrooke

Michael Pelzel
Brushing für Klavier solo

Klavier: Tayuko Nakao

P a u s e

Birke J. Bertelsmeier
Bagatelle sans atonalité (UA) für Saxophon und Klavier

Saxophon: Christoph Heeg
Klavier: Birke J. Bertelsmeier

Wang Jue
Übergang (UA) für Kontrabass solo

Kontrabass: Defmar Kurig

Zhebo Kristallberg
II (UA) für Flöte, Gitarre, Klavier und Violoncello

Flöte: Hagar Shahal
Gitarre: Kaori Hatai
Klavier: Florian Steininger
Violoncello: Björn Schwarze

     

Biographien und Werkbeschreibungen

Viviane Waschbüsch wurde 1989 in Saarbrücken geboren. Violinunterricht nahm sie bei der Kinderviolinpädagogin Christa Schmitt-Rink und bei Prof. Larissa Kolos (Paris). Dann wechselte sie zu Prof. Alois Kottmann in Frankfurt. Als Geigerin nahm sie unter anderem an Meisterkursen von Prof. Mussachadschajewa, Prof. Auclair (Boston), Kristof Barati, Eduard Wulfson (Paris), Prof. Nodel (Mannheim), und Prof. Accardo (Siena) teil. Ihr Debut mit Orchester gab sie 2005 in Frankfurt, Saarbrücken und Homburg. Tilo Medek und Prof. Hans-Jürgen von Bose unterrichteten sie in Komposition.
Sie erhielt zahlreiche Preise bei Jugend Musiziert und unter anderem auch den Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb für sangliches Violinspiel Alois Kottmann in Frankfurt (2005). Sie ist Preisträgerin des Bundespreises Komposition der Jeunesses musicales 2008.
Sie war Stipendiatin der Akademie der Künste und der Kammerphilharmonie Uckermark. Seit 2008 studiert sie Komposition in der Klasse von Prof. Wolfgang Rihm an der HfM Karlsruhe.

Les caprices du terrible enfant ist ein geigerisch sehr freies, poetisches Solostück, das aus sechs verschiedenen Launen oder eigensinnigen Einfällen (Übersetzung von Caprices) besteht. Die Einfälle sind nicht als eine konkrete Darstellung menschlicher Gefühle oder Wahrnehmungen, sondern als Abstraktum zu betrachten. Den Begriff der Caprice soll und kann in diesem Kontext auch in seinem ursprünglich musikalischen Sinn, nämlich dem eines virtuosen Stückes verstanden werden. Die Vierteltönigkeit in der Einstimmigkeit des melodischen Verlaufs mündet in die mikrotonale Mehrstimmigkeit und strebt nach einem dem Instrument angepassten neuen Klangideal.

Dariusz Przybylski, geboren 1984 in Polen. 2003-08 studierte er in der Orgelklasse von Prof. Andrzej Chorosinski und der Kompositionsklasse von Prof. Marcin Blazewicz an der Chopin-Musikhochschule in Warschau. 2008 Diplom mit Auszeichnung. 2006-07 studierte er im Rahmen des Sokrates-Austauschprogramms an der Hochschule für Musik Köln Komposition bei Prof. York Höller, Instrumentation bei Prof. Krzysztof Meyer und Orgel bei Prof. Johannes Geffert. Seit Oktober 2008 studiert er bei Prof. Wolfgang Rihm an der Hochschule für Musik Karlsruhe (Solistenklasse).

EunSun Lee, geboren in Seoul, Südkorea. Kompositionsstudium an der Sook-Myung University in Seoul bei Prof. Sue-Youn Hong. Weiter an der Hochschule für Musik Dresden bei Prof. Hans-Jürgen Wenzel und Prof. Jörg Herchet, anschließendes Meisterklassenstudium bei Prof. Wilfried Krätzschmar. Dort Tutorin für Komposition und Musiktheorie. Seit 2008 studiert sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe in der Kompositionsklasse Prof. Wolfgang Rihm. Ihre Kompositionen umfassen Kammer-, Vokal-, und Filmmusik, Musik für Instrumente mit Liveelektronik, sinfonische Musik und Musiktheater. Aufführungen bei verschiedenen Festivals für zeitgenössische Musik. Bei den Dresdner Musikfestspielen 2006 Leitung des Installations-projekts Klangstrasse. 2008 Uraufführung ihres Kammermusiktheaterwerkes „Vorfall in Kwangju“ mit einem Libretto von Stefan Ulrich in der Semper kleinen Szene, Dresden. Im Februar 2010 wird ein experimentelles Musiktheaterwerk nach den Fragmenten der altgrieschischen Dichterin Sappho am Europäischen Zentrum der Künste Hellerau uraufgeführt. Im Oktober 2010 wird ein experimentelles Musiktheaterwerk in Frankfurt Bockenheimer Depot uraufgeführt. Die Sänger sind vom Frankfurter Opernstudio, im Ensemble spielen Mitglieder des Frankfurter Rundfunkorchesters. Preisträgerin beim Internationalen Kompositionswettbewerb des Dresdner Kammerchores (2006), beim 12. Kompositionswettbewerb im Rahmen des Wiener Sommerseminars für Neue Musik (2006), DAAD-Preis (2006), Kunstpreis der Hanna Johannes Stiftung in Sachsen (2008), beim 41. Seoul Kompositionswettbewerb im Rahmen des Seoul Msuik Festival für Neue Musik. (2009) 2008 Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau. 2009 Stipendiatin der Schwaben Akademie Irsee sowie der Stiftung der Universität Augsburg. 2008 -2010 Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute der Deutsche Bank Stiftung. 2010 wird sie Artist-in-Residence an der Villa Sträuli, Winterthur, in der Schweiz.

Michael Pelzel wurde 1978 in Rapperswil, Schweiz, geboren. Nach der Matura an der Kantonsschule in Wattwil studierte er an der Musikhochschule in Luzern Klavier bei Ivan Klánsky und Komposition bei Dieter Ammann. Von 2003-2008 Theorie- und Kompositionsstudium bei Georg Friedrich Haas, Detlev Müller-Siemens Roland Moser und Balz Trümpy sowie Orgel bei Guy Bovet an der Musikhochschule in Basel. Weitere Studien im Fach Orgel in der Klasse von Ludger Lohmann an der MH Stuttgart, sowie bei Hanspeter Kyburz an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin. Kompositionskurse bei Klaus Huber, Beat Furrer, Brian Ferneyhough, Misato Mushizuki, sowie György Kurtág. 2004, 2006 und 2008 Besuch der „Ferienkurse für Neue Musik” Darmstadt. Besuch der Kompositionskurse in Royaumont bei Paris 2009. Ab 2009 Student in der Solistenklasse bei Wolfgang Rihm.

Birke J. Bertelsmeier, geboren 1981, Klavierunterricht bei Prof. B. Szczepanska mit anschließendem Studium bei Prof. P. Gililov an der Musikhochschule Köln (Diplom). Preise in Wettbewerben wie „Jugend Musiziert“, „Jugend Komponiert“, „Robert-Schumann-Wettbewerb“ in Düsseldorf, Steinway Wettbewerbe in Hamburg und Berlin und Auftritte z.B. in der Hamburger Musikhalle, der Berliner Philharmonie, der Mercator Halle Duisburg, Tonhalle Düsseldorf. Kompositionsunterricht bei D. Graham (Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf) und Prof. M. Trojahn (Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf) mit anschließendem Studium bei Prof. W. Rihm (Hochschule für Musik Karlsruhe). Master in Musikwissenschaft. Aufführungen und Uraufführungen von Kompositionen u.a. im „Impuls Festival“, Graz, „Heidelberger Frühling“, „Acanthes“, Metz, „13èmes Journées de la Harpe Arles“, „Davos Festival“, „Akademie der Künste“, Hamburg und „Internationalen Darmstädter Ferienkurse 2008“ (mit Arditti Quartett), „Royaumont“, Paris, „Kasseler Musiktage 2008“ (mit Diotima Quartett), „November Musik“, Essen, „YoungEuroClassic 2009“ (mit Ensemble Modern Akademie) Berlin. 2006/07 Höpfner Stipendium mit Kompositionsauftrag, Brahmshausstipendium 2009. Lehraufträge in Jugendseminaren für Komposition in Bonn (Beethoven-Haus) und Düsseldorf (Musikrat NRW) und Juror für Neue Musik in Landeswettbewerben „Jugend Musiziert“ und “Jugend Komponiert“. Lehrauftrag für Komposition und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Wang Jue geboren 1979 in Fushun, Liaoning, China. 2003 absolvierte er den Bachelor und wurde an der Musikhochschule in Shanghai als Lehrer engagiert. Gleichzeitig bekam er eine Einladung nach Deutschland an die Universität Witten/Herdecke als „Composer in Residence“ von Elmar Lampson. Seit dem nahm er Unterricht bei Elmar Lampson, York Höller, Mathias Spahlinger, Sofia Gubaidulina und Helmut Lachenmann. Er komponierte zahlreiche Stücke, unter anderem für die Witten/Herdecke Universität, die Musikfesttage am Goetheanum in Dornach Schweiz, das Hamburger Klangwerktage-Festival für jungezeitgenössische Musik, das internationale Heidelberger Musikfestival, die Wittener Tage für neue Kammermusik, das Olivier Messiaen Musikfestival, dem internationalen Shanghai Musikfestival sowie für die Bochumer Symphoniker. Die Stücke wurden durch den NDR, den WDR, dem Staatliche Kammerorchester Weißrussland, der Bochumer Symphoniker, dem Ensemble Intégrales, Quatuor Danel, dem Kuss Quartett, dem Boulanger Trio, dem Stiania Trompetentrio in Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Dänemark, Österreich, Holland, der Schweiz, Schweden, Japan, China, und vielen mehr aufgeführt. Wang Jue Komponierte unter anderem auch für verschiedene Tanz, Theater und Filmprojekte. Wang Jue bekam zahlreiche Preise und Stipendien wie im Jahre 1998-2003, jedes Jahr ein Stipendium von der Musikhochschule Shanghai. 2003-2005 bekam er ein Stipendium von der Universität Witten/Herdecke. 2007 war er Stipendiat von DAAD, seit 2007- Stipendiat von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. 2007 bis 2009 studierte Wang Jue Diplom für Komposition bei Prof. Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe. Gleichzeitig studiert er Elektronischer Musik bei Prof. Thomas A. Troge, ebenfalls an der Musikhochschule Karlsruhe. Seit 2009 studiert er Solistenexamen für Komposition weiter bei Prof. Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe.

 

 

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Eintrittspreise
Die Eintrittspreise sind bei den jeweiligen Terminen angegeben. 
Ermäßigte Eintrittskarten erhalten Schüler, Studenten und Senioren. 
Weitere Informationen siehe VVK-Stellen.
 
Redaktion
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Eva Lichtenberger
Postfach 6040 
76040 Karlsruhe 
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