Veranstaltungsinformationen

Di | 12. Mai 2009
Solistenexamen
 

Schloss Gottesaue
Velte-Saal
19.30 Uhr

 

Komposition

Werke von Heera Kim
(im Rahmen des Solistenexamens Komposition von Heera Kim)

Eintritt frei

     
Programm   Werke von Heera Kim

Nabi – Schmetterling (2007)
für 6 Spieler

The art of shading - Revision (2009)
für Alt-Saxophon und Trompete UA

Pause

...durchleuchtet... (2008)
für drei Blockflöten UA

Ee-Mil-Leh - Revision (2008/2009) UA
für Sopran und Ensemble

Mitwirkende:

Blockflöten: Caroline Hettler, Johanna Kammerer und Karin Gemeinhardt
Flöte: Melanie Steiner
Klarinette: Arata Kojima
Saxophon: Christoph Heeg
Trompete: Alexander Kirn
Violine: Nayoung Yoon (Nabi) und Janina Kronberger (Ee-Mil-Leh)
Viola: Jung-Sun Hwang
Violoncello: Daniel Fritzsche
Klavier: Sun-Young Nam (Nabi) und Yannick Wirner (Ee-Mil-Leh)
Schlagzeug: Yu Ying Chang (Nabi und Ee-Mil-Leh), Keita Maeda (Nabi) und Hiromi Schigeno
(Ee-Mil-Leh)
Sopran: Sofia Mentzel

Leitung: Gerard Buquet

Biografie   Heera Kim, geboren in Seoul (Südkorea) studierte Komposition an der Kyung-Hee Universität in Seoul, anschließend bei York Höller (Komposition) und Hans Ulrich Humpert (elektronische Komposition) an der Hochschule für Musik Köln.

Sie war Preisträgerin beim Forum Ost & West Preis (2001) und beim Kompositions-wettbewerb vom Ensemble für Neue Musik Zürich (2007). Sie gewann den Walter Witte Preis (2007), den BMW Kompositionspreis der Musica Viva in München (2007) und den Günter Bialas Kompositionswettbewerb (2009). In diesem Jahr ist sie Stipendiatin des Freundeskreises Karlsruhe und Unesco-Aschberg Bursary.

2008 bis 2010 ist sie „Artist in Residence" u. a. in Kimmel Harding Nelson Center for the Arts in Nebraska USA, Gedok-Atelierhaus in Lübeck, Open Studios Prague Dolni Počernice und Künstlerhof Schreyahn.

Zu ihren Kompositionen gehören Solowerke für verschiedene Instrumente, Ensemblemusik bis hin zur elektronischen- und Orchestermusik, die u. a beim „Young Composer Forum" mit dem Ensemble Ereprij in Apeldoorn (2006), beim „Sound and Relation-Days of new music“ in Sofia (2007) und bei „Junge Komponisten lll" in Zürich und Basel (2007) aufgeführt wurden. Im Februar 2009 hat das Symphonieorchester des bayerischen Rundfunks ihr Orchesterstück „EX ABRUPTO" uraufgeführt und im Juni wird ihr neues Stück „UNDO" für Klavier zu vier Händen beim Pfingstsymposion 2009 in München aufgeführt.

Zurzeit ist sie „Artist in Residence" bei der Denkmalschmiede Höfgen (Grimma) und komponiert Stücke für das Ensemble TaG Winterthur (Schweiz).

Werkbeschreibung   Die Idee zu meinem neuen Stück „NABI – Schmetterling" entstand durch die Konfrontation mit einer chinesischen Dichtung.

Der Poet Zhuang Zhou erzählte von einem Traum, in welchem er zum Schmetterling verwandelt worden war. In diesem Traum sei er sehr glücklich und zufrieden gewesen. Als er plötzlich aufwachte, konnte er gar nicht mehr unterscheiden, ob er nun ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt habe, dass er Zhuang Zhou sei.

Um diesen Gedanken musikalisch auszudrücken und zu verstärken wurde erst das Wesen eines Schmetterlings fokussiert; eine 3-4 fache Tonrepetition im pp-p wird als das Hauptmotiv des Schmetterlings dargestellt. Im Lauf des Stückes wird es mit verschiedenen Klangfarben beleuchtet, variiert und entwickelt.

Mit sechs Instrumenten versuchte ich, eine mysteriöse Klangatmosphäre aufzubauen, quasi ein imaginärer Raum, in welchem der Zuang Zhou die Schmetterlingswandlung hätte erfahren haben können.

Das Stück „Ee-Mil-Leh" bezieht sich auf eine alte koreanische Geschichte.

Vor 1200 Jahren wollte der König in Korea eine große Glocke aufbauen. Als der Guss der Glocke immer wieder nicht gelang, riet ein Wahrsager dem König, dass das Werk nur gelingen könnte, wenn ein Kind ins flüssige Erz gerührt werde. Eine arme Witwe opferte ihr Kind und endlich konnte das Metall zusammenhalten.
Die Glocke klang nach dem Schrei des Kindes.

Der Ausruf „Ee-Mil-Leh" (altes koreanisch: „Mutter"), der in dem Glockeklang zu hören war, kommt der Sage nach vom dem Kind, das nach seiner Mutter ruft.

Die zentrale kompositorische Idee, diese tragische Geschichte musikalisch umzuwandeln und auszudrücken war eine Zusammenmischung des Glockenklangs und Ausrufs des Kindes, die auf Instrumente und Sopran übertragen werden.

Im Lauf des Stückes werden ständig der Spannungsaufbau und -abbau abgewechselt. Dargestellt wird es meistens mit langgezogenen Klänge die sich in einer Phrase allmählich verändern; z. B. Sul Ponticello - Sul Tasto (Streicher), Normal – Luftgeräusch (Bläser).

 

 

Veranstaltungen
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Eintrittspreise
Die Eintrittspreise sind bei den jeweiligen Terminen angegeben. 
Ermäßigte Eintrittskarten erhalten Schüler, Studenten und Senioren. 
Weitere Informationen siehe VVK-Stellen.
 
Redaktion
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Eva Lichtenberger
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