Veranstaltungsinformationen

Mo | 6. Apr. 2009
Kammerkonzert
 

Schloss Gottesaue
Velte-Saal
19.30 Uhr

 

Trio Villa-Lobos

Ernst Mahle: Trio für Klavier, Oboe und Fagott
Heitor Villa-Lobos: Trio 1921 für Oboe, Klarinette und Fagott
Joao Guilherme Ripper: Trio für Oboe, Klarinette und Fagott
Heitor Villa-Lobos: Fantasia Concertante für Klavier, Klarinette und Fagott

Luis Carlos Justi, Oboe (Uni Rio)
Paulo Sérgio Santos, Klarinette (Uni Rio)
Aloysio Fagerlande, Fagott (Uni Rio)
Fany Solter, Klavier

Eintritt: 5 € / erm. 2,50 €

Mit Unterstützung der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft e.V. – Sektion Baden-Württemberg

     
Programm  

João Guilherme Ripper (*1959)
Trio ao Vento, oboé, clarineta e fagote

Deciso
Doloroso
Scherzando

Ernst Mahle (*1929)
Trio para piano, oboé e fagote

Allegro moderato
Barcarola
Rondo (vivo)

Pause

Heitor Villa-Lobos (1887-1959)
Trio para oboé, clarineta e fagote

Animé
Languissant
Vif

Fantasia Concertante para piano, clarineta e fagote

Allegro non troppo
Lento
Allegro impetuoso

Trio Villa-Lobos:
Luis Carlos Justi, Oboe
Paulo Sérgio Santos, Klarinette
Aloysio Fagerlande, Fagott

Fany Solter, Klavier

     
Biografien   Der 1959 in Rio de Janeiro geborene João Guilherme Ripper hatte Lehrer wie Henrique Morelenbaum, Helmut Braunlich, Emma Garmendia und Guillermo Scarabino, war Leiter des Instituts für Musik an der Bundesuniversität von Rio (UFRJ), und seit 2004 leitet er das renommierte Konzerthaus Sala Cecília Meireles in Rio. Seine Kompositionen werden von den großen Orchestern und bekannten Ensembles Brasiliens gespielt, da-runter die Oper Domitila (2000), die auf dem amourösen Briefwechsel zwischen Kaiser Dom Pedro I. und der Herzogin von Santos basiert. In der Academia Brasileira de Música nimmt Ripper den “Sessel” Nr. 30 von Alberto Nepomuceno ein.

Der aus Stuttgart stammende Ernst Mahle (*1929), Musiker und Schüler von Johann Ne¬pomuk David, gehört zu den bedeu¬tendsten Avantgardekomponisten in Brasilien. In seinem Werk vereint er europäische mit brasilianischen Elementen. Mahle lebt und wirkt in Piracicaba, deren Musikschule er in den 60er Jahren zusammen mit Hans-Joachim Koellreutter und Maria Aparecida Mahle aufbaute. Viele Musiker sind aus ihr hervorge¬gangen, die anschließend in Europa oder den USA engagiert wurden, darunter Luis Carlos Justi aus dem Villa-Lobos-Trio. Mahle ist Mitglied der Academia Brasileira de Música, Platz 6 von Sigismund Neukomm.

Heitor Villa-Lobos (1887-1959), Brasiliens international wohl bekanntester Komponist, schrieb über 1000 Werke und ist als Musiker einer der Hauptvertreter der Brasilianischen Moderne, deren stärkste Manifestation die Woche der Modernen Kunst 1922 in São Paulo war. Sie umfasste die Bildende Kunst, die Literatur und die Musik. Villa-Lobos setzte sich intensiv mit der Musik J. S. Bachs auseinander, was insbesondere in seinen berühmten ‘Bachianas Brasileiras’ zum Ausdruck kommt. Auf Villa-Lobos geht die Gründung der Academia Brasileira de Música im Jahre 1945 zurück, die nach dem Vorbild der Académie Française die Musikkultur im Lande fördern und pflegen soll.

Das Trio Villa-Lobos hat sich vor 10 Jahren aus dem Villa-Lobos-Quintett herausgebildet und ist seitdem „natürlicher Bestandteil“ desselben. Den Grund für diese Formierung bot das reichhaltige Repertoire für die klassische Besetzung Oboe, Klarinette und Fagott in der internationalen und vor allem auch brasilianischen Musikliteratur. Eines der großen Kammermusikwerke für diese Formation ist die als „Trio 1921“ bekannt gewordene Komposition von Heitor Villa-Lobos, die dieser 1921 in Rio de Janeiro geschrieben hat. Darin wird bereits seine kompositorische Freiheit deutlich, die ihn später als den bedeutendsten brasilianischen Komponisten bis in die Gegenwart auszeichnet.
Das Trio Villa-Lobos setzt sich zusammen aus dem Oboisten Luis Carlos Justi, dem Klarinettisten Paulo Sérgio Santos, sowie dem Fagottisten Aloysio Fagerlande. Die drei ausgewiesenen Kammermusiker profitieren von eigener Forschung, Lehre und langjähriger Praxis: Justi (ehemaliger Schüler von Ingo Goritzki) ist promovierter Professor für Oboe und Kammermusik an der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro (UNIRIO), Santos ist ein erfahrener Klarinet¬tist in klassischer Musik und brasi¬lianischer Popularmusik auch auf internationalen Bühnen, und Fa¬gerlande, ebenfalls promoviert, lehrt Musik an der Bundesuniversi¬tät Rio de Janeiro (UFRJ). Das Re¬pertoire des Trios umfasst zentrale Werke brasilianischer und interna¬tionaler Kammermusik im Original und als Transkription für diese Be¬setzung. Sein inzwischen 13-jähri¬ges Zusammenspiel, in dem es eine deutlich hör- und erfahrbare Einheit entwickelte, erlaubt dem Trio Villa-Lobos die Aufführung komplizierter Kompositionen wie des Trios 1921, das wegen seiner transzendentalen Problematik selten im Konzertsaal zu hören ist.
In den beiden Konzerten in Karlsruhe und Stuttgart übernimmt die brasilianische Pianistin Dr. h. c. Fany Solter, Professorin und bis 2001 langjährige Rektorin der Hochschu¬le für Musik Karlsruhe, den Klavierpart. Die vier Mu¬siker kennen sich schon seit vielen Jahren durch gemeinsame Konzert¬tätigkeit.

Weitere Informationen über die Musiker erhalten Sie unter: www.quintetovillalobos.com.br

Die Deutsch-Brasilianische Gesellschaft e.V. ist eine private, gemeinnützige und überparteiliche Einrichtung zur Pflege der bilateralen Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland. 1960 in Bonn gegrün¬det, hat die DBG dort immer noch ihren Hauptsitz, doch mittlerweile sind einige Distrikte mit engagier¬ten Mitgliedern in ganz Deutschland gewachsen, darunter in Baden-Würt¬temberg. Sie gehört zu den größten bilateralen Vereinigungen in Deutsch¬land und versteht sich als Brücke zwi¬schen den beiden Partnerländern und ihren Bürgern.
Informieren Sie sich weiter über die DBG und ihre Vierteljahreszeitschrift TÓPICOS unter: www.topicos.de

 

 

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Eintrittspreise
Die Eintrittspreise sind bei den jeweiligen Terminen angegeben. 
Ermäßigte Eintrittskarten erhalten Schüler, Studenten und Senioren. 
Weitere Informationen siehe VVK-Stellen.
 
Redaktion
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Eva Lichtenberger
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