Karlsruher Meisterklassen
Sommersemester 2012

GESANG
 
Marlis Petersen  

Marlis Petersen

Mo | 7. bis
Fr | 11. Mai 2012

Marstall am Schloss Gottesaue,
Probebühne
Unterrichtszeiten werden noch
bekanntgegeben

Teilnehmer: Studierende der Hochschule für Musik
Karlsruhe und anderer europäischer
Musikhochschulen im Rahmen verfügbarer
Plätze. Zuhörer sind willkommen.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeschluss:
Das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular ist bis zum
16. April 2012 einzureichen. Die Teilnehmer/innen werden gebeten, ihre/n Klavierpartner/in mitzubringen.

Gebühr für auswärtige Teilnehmer: 250 EUR

 

   

Marlis Petersen studierte in Stuttgart Schulmusik und Gesang bei Sylvia Geszty. Darüber hinaus erhielt sie eine Jazz-und Steptanzausbildung an der New York City Dance School in Stuttgart und bewies mit zahlreichen Engagements im Showbusiness ihr Interesse an Grenzüberschreitungen. In einem weiterführenden Studiengang widmete sich die Sopranistin der Oper und der zeitgenössischen Musik. Ihre Erfolge in den Sparten Oper-Operette-Konzert und Musical-Chanson-Song wurden 1990 und 1993 durch Preise beim VDMK-Wettbewerb in Berlin bestätigt. Sie war Ensemblemitglied an den Städtischen Bühnen Nürnberg und an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und sang dort Partien wie ÄNNCHEN (Der Freischütz), BLONDCHEN (Die Entführung aus dem Serail), OSCAR (Ein Maskenball), ADELE (Die Fledermaus), ZERBINETTA (Ariadne auf Naxos) und KÖNIGIN DER NACHT (Die Zauberflöte), NORINA (Don Pasquale), MORGANA (Alcina), MARIE (Die Regimentstochter), SUSANNA (Die Hochzeit des Figaro), SOPHIE (Der Rosenkavalier), FÜCHSLEIN SCHLAUKOPF (Das schlaue Füchslein) und VIOLA (Was ihr wollt). Als KONSTANZE in Mozarts Die Entführung aus dem Serail feierte sie große Erfolge in Frankfurt, Brüssel und Aixen- Provence. Eine zentrale Rolle in Marlis Petersens Opernlaufbahn ist Alban Bergs LULU. Nach Produktionen in Nürnberg, Kassel und Düsseldorf gab sie 2002 ihr Debüt mit dieser Rolle an der Wiener Staatsoper. Die Kritiker lobten sie als die „ideale Kindfrau, die ihren klaren lyrischen Sopran präzise durch die Klippen der Partie führt, koloraturgewandt und höhensicher“. Weitere Meilensteine mit dieser Rolle waren die Produktionen mit Peter Konwitschny an der Hamburgischen Staatsoper (2003), an der Lyric Opera in Chicago (2008), der Metropolitan Opera New York (2010) und dem Megaron Athen, wo sie auch als DONNA CLARA in Zemlinskys Der Zwerg (2007) und als THAЇS in Massenets gleichnamiger Oper auftrat (2009). In weiteren großen Partien sang sie auch bei den Bregenzer Festspielen, an der Opera National de Paris und an der Metropolitan Opera in New York (wo sie 2010 innerhalb von zwei Tagen als OPHÉLIE für die Premiere von Hamlet (Ambroise Thomas) einsprang und vom Publikum und den Medien als „Retterin der MET“ gefeiert wurde). 2002 verzauberte sie als ZERBINETTA das Publikum im Londoner Covent Garden mit einer fulminanten Vorstellungsserie der Ariadne auf Naxos. Mehrfach wirkte sie an den Salzburger Festspielen mit, darunter als SUSANNA (Die Hochzeit des Figaro, 2008), die sie mit Erfolg auch an der Los Angeles Opera unter der musikalischen Leitung von Plácido Domingo sang (2010).

Auch als Konzertsängerin auf allen großen Podien zu Gast, ermöglichten ihr Gastspiele in Europa und den USA die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Lorin Maazel, Christoph Eschenbach, Myung-Wung Chung, Antonio Pappano, Marcello Viotti, Fabio Luisi, Jeffrey Tate, Daniel Harding, Ingo Metzmacher, Thomas Hengelbrock, Armin Jordan, Peter Schneider und vielen anderen. Die leidenschaftliche Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis eröffnete ihr den Kontakt zu Spezialisten wie René Jacobs, Ton Koopman, Trevor Pinnock und Helmuth Rilling. Zu den Orchestern, mit denen Marlis Petersen arbeitete, gehören die Wiener Philharmoniker, das Boston Symphony, das Mahler Chamber Orchestra, das Deutsche Sinfonie Orchester, das Orchestra della RAI Turin, das Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Freiburger Barockorchester, die Akademie für Alte Musik und das Ensemble Modern Frankfurt. Als gefragte Sängerin auch für den Bereich der zeitgenössischen Musik brachte sie Manfred Trojahns La Grande Magia an der Sächsischen Staatsoper Dresden (Semperoper) zur Uraufführung, Hans Werner Henzes Phaedra an der Staatsoper Berlin und zuletzt Aribert Reimanns Medea an der Wiener Staatsoper. Für die Interpretation dieser Rolle wurde sie 2010 von der Zeitschrift Opernwelt – wie schon einmal 2004 für die LULU mit Konwitschny/ Metzmacher – zur Sängerin des Jahres gekürt. Im Januar 2011 gab Marlis Petersen ihr erfolgreiches Debüt als VIOLETTA in Peter Konwitschnys neuer La Traviata-Inszenierung an der Oper Graz. Es folgten Les Huguenots (Jules Massenet) am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, die Wiederaufnahme von Die Hochzeit des Figaro bei den Salzburger Festspielen und 2012 die Opera buffa Don Pasquale in Chicago sowie ein neuer „Hoffmann“ am Theater an der Wien. In den nächsten Jahren möchte sich Marlis Petersen vermehrt dem Genre des Liedes widmen. Geplant sind CD-Aufnahmen, Liederabende und Konzerte weltweit: Carnegie Hall New York, Wigmore Hall London, Tonhalle Zürich, Concertgebouw Amsterdam und Konzerthaus Wien. Künftige Engagements sehen auch die Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt und Philippe Herreweghe vor.

mehr: www.marlis-petersen.de

   

 

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Verantwortlicher Dozent und Ansprechpartner:
Friedemann Röhlig | E-Mail: froehlig@gmx.de

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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