FAQ's zum Thema Studiengebühren


Für welche Studiengänge muss bezahlt werden?
Durch die Änderung des Landeshochschulgebührengesetzes entfallen die allgemeinen Studiengebühren für grundständige Studiengänge und konsekutive Masterstudiengänge. Für Weiterbildungsstudiengänge (z.B. nicht konsekutive Masterstudiengänge, Solistenexamen, Ergänzungsstudium) erheben die Hochschulen Studiengebühren nach eigenem Ermessen auf der Grundlage einer Gebührensatzung.

 


Warum Studiengebühren?
Die staatlichen Mittel für die Hochschulen und Berufsakademien in Baden-Württemberg reichen nicht aus, um die hervorragende Stellung der baden-württembergischen Hochschulen innerhalb Deutschlands und international dauerhaft zu erhalten oder gar auszubauen. Die Studierenden sollen daher - wie international üblich - an den Kosten des Studiums durch einen eigenen Beitrag beteiligt werden.

 


Wie ist die Verwendung der Studiengebühren geregelt?

Die Gebühren stehen jeder Hochschule, die sie eingenommen hat, zur Verfügung. Über die Verwendung der Einnahmen entscheiden die Hochschulen im Sinn der Hochschulautonomie selbst.

 


Kommen die Studiengebühren der eigenen Hochschule zu Gute?
Die Einnahmen kommen der Hochschule zu Gute, an der man eingeschrieben ist. Sie stehen der Hochschule sofort zu Beginn des jeweiligen Semesters zur Verfügung.

 


Fallen während eines Urlaubs- oder Auslandssemesters Studiengebühren an?

Studierende, die beurlaubt sind, sind von der Studiengebühr ausgenommen. Voraussetzung ist, dass der Antrag auf Beurlaubung vor Beginn der Vorlesungszeit gestellt wurde. Auslandssemester sind nicht gebührenpflichtig, solange man für den Zeitraum beurlaubt ist, oder wenn man nicht an der Heimathochschule eingeschrieben ist.

 


Muss bezahlt werden, wenn die Abschlussprüfung ohne lmmatrikulation abgelegt wird?
Studierende, die sich nach der Zulassung zur Abschlussprüfung exmatrikulieren und die Prüfung zu einem Zeitpunkt ablegen, in dem sie nicht mehr immatrikuliert sind, sind nicht studiengebührenpflichtig. Diese Handhabung entspricht der früheren Praxis bei den Langzeitstudiengebühren.

 


Müssen Gasthörer bezahlen?
Für die Gasthörer gilt nicht die allgemeine Studiengebühr, sondern § 17 LHGebG. Die Höhe der Gasthörergebühr beträgt 150 Euro pro Semester. Die Gasthörergebühr ist mit Beginn des Semesters fällig.

 


Was ist mit dem Verwaltungskostenbeitrag und dem Studentenwerksbeitrag?

Der Verwaltungskostenbeitrag und der Studentenwerksbeitrag werden unabhängig von den Studiengebühren erhoben, da damit ganz unterschiedliche Leistungen abgegolten werden: Der Verwaltungskostenbeitrag deckt die Leistungen der Hochschulverwaltungen ab wie z. B. die Bearbeitung von lmmatrikulations- und Exmatrikulationsanträgen, die Information über Studienbedingungen und -angebote im In- und Ausland, die Bearbeitung von Beurlaubungen, die Vermittlung von Praktika, die Förderung beim Übergang in das Berufsleben, die Unterhaltung einer Geschäftsstelle für den AStA und vieles mehr. Der Studentenwerksbeitrag wird von den Studentenwerken vor Ort selbständig festgesetzt. Er variiert daher von Stadt zu Stadt und je nachdem, welche Angebote das jeweilige Studentenwerk für die Studierende bereit hält. In der Regel betreiben die Studentenwerke verschiedene Einrichtungen wie Mensen, Cafeterien, psychologische Beratungsstellen und sorgen für die Semestertickets.

 


Unter welchen Voraussetzungen können Studierende einen Antrag auf Befreiung von den Studiengebühren stellen?

Studierende in nicht konsekutiven Master-Studiengängen können von der Gebührenpflicht befreit werden, wenn sich eine Behinderung i.S.d. § 2 des Neunten Buches SGB erheblich studienerschwerend auswirkt. Der Antrag auf Gebührenbefreiung ist vor Beginn der Vorlesungszeit direkt bei der Hochschule zu stellen.

 


Sind ausländische Studierende gebührenpflichtig?
Ausländische Studierende zahlen Studiengebühren in derselben Höhe wie deutsche
Studierende.

 


Wirken sich Studiengebühren auf das BAföG aus?

Die Studiengebühren spielen bei der Berechnung des BAföG keine Rolle. Die Studiengebühren werden auch nicht über das BAföG abgedeckt.

 


Wie ist die Rückzahlung des Studiengebührendarlehens (bei den ehem. Studiengebühren nach dem LHGebG) geregelt?

Ein Darlehen, das bei der L-Bank aufgenommen wurde, ist erst zwei Jahre nach Abschluss des Studiums in Baden-Württemberg zurückzuzahlen und auch nur dann, wenn eine bestimmte Einkommensgrenze (bei Alleinstehenden: monatlich 1.060 Euro netto) überschritten wird. Das Darlehen wird dem Studierenden solange gestundet, bis er dieses Einkommen erreicht. Das Darlehen geht in diesem Fall auf einen Studienfonds über, der die Rückzahlung entweder weiter stundet oder das Darlehen ggf. niederschlagen kann. Da ein Arbeitsloser und in der Regel auch ein Azubi dieses Einkommen nicht erreicht, ist er zunächst von der Rückzahlung freigestellt. Die Rückzahlung kann in Raten von wahlweise 50, 100 oder 150 Euro erfolgen. Wer zum Beispiel ein dreijähriges Bachelor-Studium absolviert und dann monatlich 150 Euro zurückzahlt, muss die Darlehenssumme inklusive Zinsen nach der Karenzzeit (zwei Jahre nach Studienende in Baden-Württemberg) in Höhe von 3.675 Euro zurückzahlen. Zurück bezahlt wird zwei Jahre und drei Monate. Der Gesamtrückzahlungsbetrag beträgt 3.919 Euro.


Gibt es Stipendien?

Es gibt in Deutschland viele Möglichkeiten, ein Stipendium zu erhalten. Einen sehr guten Überblick gibt dazu das Buch “Förderungsmöglichkeiten für Studierende“, das vom Deutschen Studentenwerk herausgegeben wird. Informationen über Stipendien und weitere Fördermöglichkeiten an der Hochschule für Musik Karlsruhe finden Sie auch in der Rubrik “Fördermöglichkeiten“ auf dieser Homepage.

 

 

 

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