Prof. Dr. Stephan Mösch

Dr. Stephan Mösch
Foto: Tanja Nitzke
  Publikationen
     

Prof. Dr. phil., habil. Stephan Mösch, geboren 1964, absolvierte ein Doppelstudium:
Musik-, Theater- und Literaturwissenschaft in Berlin, sowie Gesang in Berlin und Stuttgart. Meisterkurse besuchte er bei Elisabeth Schwarzkopf, Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Helmuth Rilling. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Noch während des Studiums wurde er mit dem Domgraf-Fassbaender Preis ausgezeichnet (1989) und war Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb (1990). Liedaufnahmen entstanden für den Bayerischen Rundfunk und den SFB, Fernsehaufnahmen als Sänger für den SWR. Parallel zu seinen Auftritten als Opern- und Konzertsänger arbeitete Stephan Mösch als Autor und Moderator für Rundfunkanstalten der ARD.

2001 promovierte er an der TU Berlin mit einer Studie über Boris Blacher (Der gebrauchte Text, erschienen 2002 im Metzler Verlag, Pressespiegel unter Publikationsverzeichnis). Die Publikation wurde von der Zeitschrift Fono Forum als „Buch des Jahres” nominiert. Die Habilitation erfolgte 2008 an der Universität Bayreuth und führte zur doppelten Venia Legendi für die Fächer Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters. Die Habilitationsschrift mit dem Titel Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners „Parsifal” in Bayreuth 1882-1933 erschien 2009 bei Bärenreiter und wurde bei der Kritikerumfrage im Jahrbuch OPER 2009 zum „Buch des Jahres” gewählt, sowie mit dem Loge-Preis des Wagner Forums Graz ausgezeichnet. 2012 erschien sie in 2. Auflage (Pressespiegel unter Publikationsverzeichnis).

Stephan Mösch ist ein gesuchter Hochschullehrer im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich. 2004/2005 gehörte er zur ersten Faculty des neu eingerichteten Aufbaustudiengangs Executive Master in Arts Administration an der Universität Zürich. 2010/11 vertrat er den Lehrstuhl für Musiktheaterwissenschaft an der Universität Bayreuth. 2012 gehörte er zu den Mentoren des FWF-Projekts Oper zwischen Hermeneutik und Performativität an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Lehraufträge führten ihn an die Universitäten in Berlin (UdK), Marburg, Lüneburg und Wien, sowie an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. Er lehrte bei den Dresdner Meisterkursen Musik und bei den Weimarer Meisterkursen.

Lehr- und Vortragstätigkeit führte ihn außerdem zu zahlreichen renommierten Forschungs- und Kulturinstitutionen: Akademie der Künste (Berlin), Akademie der Wissenschaften und Literatur (Mainz), Alfried Krupp Wissenschaftskolleg (Greifswald), Bertelsmann Stiftung (Gütersloh), Ernst von Siemens Musikstiftung (München/Zug CH), Europäische Musiktheaterakademie (Wien), Evangelische Akademie Hofgeismar, Faculdade des Belas Artes (Lissabon), Fondazione La Fenice di Venezia, Goethe-Institute (Moskau und Prag), German Studies Association (Louisville, Kentucky), Katholische Akademie Schwerte, Kunstfest Weimar, Max Planck Institut für Bildungsforschung (Berlin), Mozarteum (Salzburg), Mozartfest Würzburg, Radialsystem Berlin, Royal Swedish Academy of Letters, History and Antiquities (Stockholm), Schweizerische Musikforschende Gesellschaft, Stiftung Brandenburger Tor (Berlin), Taipeh National Theatre, Zeit-Stiftung (Hamburg) u.a.

Auch von den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie vielen großen Opernhäusern wie der Deutschen Oper Berlin, der Oper Frankfurt, der Semperoper Dresden (Sächsische Staatsoper), der Staatsoper Stuttgart und der Wiener Staatsoper wurde Stephan Mösch zu Vorträgen und Moderationen eingeladen. Tagungen konzipierte und leitete er im In- und Ausland.

Von 1994-2013 arbeitete Stephan Mösch als verantwortlicher Redakteur für die Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin), deren Profil er wesentlich erweiterte und prägte. In diesen Jahren war er auch Mitherausgeber des Jahrbuchs OPER und einer CD-Reihe. Für Opernwelt berichtete er von wichtigen Uraufführungen, Neuproduktionen und Festivals auf fünf Kontinenten. 2004 wurde Opernwelt mit der Gottlob-Frick-Medaille in Gold ausgezeichnet. Von 1996-2008 schrieb Stephan Mösch außerdem für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für Radioanstalten der ARD ist er nach wie vor tätig. Seit 2007 wurde er wiederholt als Experte zu Fernsehsendungen eingeladen, unter anderem zu den ersten Live-Übertragungen von den Bayreuther Festspielen 2011, 2012 und 2015 (Arte, ZDF/3sat, BR).

Stephan Mösch ist Jurymitglied zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe für Gesang, Regie und Bühnengestaltung wie dem Bundeswettbewerb Gesang (2010, 2012), dem Salomon-Lindberg-Wettbewerb (1999, 2009), dem Concours Suisse Ernst Haefliger (2006, 2008, 2010, 2012, 2014), dem Competizione dell’Opera (2007, 2008, 2010), dem Ring Award (2000, 2003, 2005, 2008, 2011, 2014), dem Int. Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie (2007) und dem Hans Gabor Belvedere-Wettbewerb (2005). Außerdem ist er seit 1996 Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Seit 2011 gehört Stephan Mösch zum Kuratorium der Int. Hugo Wolf Akademie e.V.
2012 wurde er ins Kuratorium der Richard-Wagner-Stiftung zur Neugestaltung des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth berufen.

Seit dem Wintersemester 2013/14 ist Stephan Mösch Professor für Ästhetik, Geschichte und Künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik in Karlsruhe.

 

Stand: August 2017

 

       
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