FAQ's zum Thema Bachelor- und Master-Studiengänge

Wie ist das Studium an der HfM Karlsruhe künftig strukturiert?

Die Umstellung der Studiengänge vom früheren Diplom zum Bachelor-/Master-System begann an der HfM Karlsruhe sehr früh: Bereits seit dem WS 2005/06 wurden die Bachelor- und Masterstudiengänge in Musikwissenschaft/Musikinformatik angeboten. Zum WS 2006/07 folgten die BA/MA-Studiengänge mit den Hauptfächern Instrumentalmusik, Gesang, Dirigieren, Musiktheorie, Oper und Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia, im Bereich Master zusätzlich mit den Hauptfächern Klavier-Kammermusik, Liedgestaltung und Korrepetition Historische Tasteninstrumente. Zum Sommersemester 2010 wurde im BA- und MA-Studiengang das Hauptfach Komposition ergänzt.

Das Bachelorstudium mit den Hauptfächern Instrumentalmusik und Gesang wird entweder mit einer pädagogischen oder einer künstlerischen Ausrichtung angeboten: das Curriculum des pädagogischen BA-Studiengangs ist um Vorlesungen, Seminare und Praktika in den Bereichen Pädagogik und Methodik erweitert, während im künstlerischen BA-Studiengang mehr Gewicht auf das Hauptfach gelegt wird. Es ist auch möglich, beide Ausrichtungen parallel zu studieren.

Seit dem WS 2012/ 13 sind die Master-Studiengänge um die Hauptfächer Bläser-Kammermusik, Musikpädagogik sowie Zeitgenössische Musik erweitert. Das Solistenexamen und die Ergänzungsstudiengänge werden weiterhin angeboten.

 


Betrifft die Umstellung auf Bachelor und Master auch die Schulmusik?

Ja. Zum WS 2015/16 sind in Baden-Württemberg alle Lehramtsstudiengänge auf BA/MA umgestellt worden.

 


Wie kann ich mich über die Studiengänge informieren?

Sie finden hier die Studienpläne der Studiengänge:
=>> Bachelor-Studiengänge =>> Master-Studiengänge

 


Mit welchen Abschlussgraden schließt das Studium ab?

Das achtsemestrige Bachelor-Studium an der HfM Karlsruhe schließt in den Instrumentalhauptfächern, in Gesang, Dirigieren und an der Opernschule/IMT mit dem „Bachelor of Musical Arts“ (B.M.A.) ab, das viersemestrige Master-Studium in diesen Studiengängen mit dem „Master of Musical Arts“ (M.M.A.). Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge „Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia“ und „Musikwissenschaft/Musikinformatik“ wird nach sechs Semestern erfolgreichen Studiums der Studiengrad Bachelor of Arts (B.A.), nach weiteren vier Semestern der Master of Arts (M.A.) verliehen.

 


Was ist ein ECTS-Punkt?

ECTS-Punkte werden auch als credit points, credits oder Leistungspunkte bezeichnet. Mit ECTS-Punkten wird der Arbeitsaufwand eines Studierenden gemessen: In Deutschland wird davon ausgegangen, dass das Arbeitspensum von Vollzeitstudierenden während eines akademischen Jahres 60 ECTS-Punkten entspricht. Dies basiert auf der Festlegung, dass deutsche Studierende durchschnittlich 1800 Stunden im Jahr für ihr Studium arbeiten. Daraus ergibt sich, dass ein ECTS-Punkt etwa 30 Stunden Arbeit eines Studierenden entspricht: Die Punkte sollen das gesamte Arbeitspensum von Studierenden widerspiegeln und schließen somit Unterrichtszeit, Vor- und Nachbereitungszeit, Übezeit und Prüfungsvorbereitungszeit ein.

 


Woher kommt der Begriff „ECTS“?

„ECTS“ ist die Abkürzung von „European Credit Transfer System“. Dieses System wurde 1989 im Rahmen von ERASMUS eingeführt, um die Anerkennung und Übertragung von Studienleistungen, die an Hochschulen in einem anderen EU-Mitgliedstaat erbracht wurden, zu erleichtern. Seit der Bologna Erklärung wird ECTS zu einem Akkumulierungssystem weiterentwickelt, mit dem Studierende über den Verlauf ihres Studiums Leistungspunkte für ihre Studienleistungen sammeln können.

 


Was bedeuten ECTS-Punkte für mein Studium?

Da der Bachelor an der HfM Karlsruhe nach acht Semestern verliehen wird, müssen Studierende bis dahin 240 ECTS-Punkte erworben haben, um den akademischen Grad zu erreichen. Für den erfolgreichen Abschluss der dreijährigen Bachelorstudiengänge „Musikwissenschaft/Musikinformatik“ und „Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia“ sind 180 ECTS-Punkte nötig, während das Master-Studium zwei Jahre und 120 ECTS-Punkte umfasst. ECTS sind wichtig für die Gestaltung des Curriculums, denn anhand der Punkteverteilung (und somit der Arbeitsbelastung von Studierenden) lässt sich erkennen, ob ein Studiengang in der vorgesehen Zeit studierbar ist. Studierende erhalten die ECTS-Punkte für eine bestimmte Lehrveranstaltung allerdings erst am Ende der Veranstaltung mit Abschluss des Moduls. Um sich für das 3., 5. und 7. Fachsemester rückmelden zu können, sind am Ende des 2. Semesters mindestens 50, am Ende des 4. Semesters mindestens 110 und am Ende des 6. Semesters mindesten 170 ECTS-Punkte durch den Studierenden nachzuweisen.

 


Was ist ein Modul?

Die Modularisierung des Studiums soll eine bessere Strukturierung des Studiums bewirken. Die Lehrveranstaltungen, aus denen das Studium besteht, werden in Modulen zusammengruppiert: Obwohl ein Modul auch nur aus einer Lehrveranstaltung bestehen kann, setzt sich ein Modul meistens aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammen, die inhaltlich zusammengehören. Die KMK legte fest: „Modularisierung ist die Zusammenfassung von Stoffgebieten zu thematisch und zeitlich abgerundeten, in sich abgeschlossenen und mit Leistungspunkten versehenen abprüfbaren Einheiten (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.9.2000).

 


Wie wird ein Modul abgeschlossen?

Jedes Modul wird mit einer Prüfung, einem Leistungsnachweis oder einem Testat abgeschlossen; die damit verbundenen studienbegleitenden Prüfungen ermöglichen eine flexible Studienplangestaltung der Studierenden und können sich entlastend auswirken, wenn ein Studierender beschließt, ein Modul bereits zu einem früheren Zeitpunkt abzuschließen.

 


Was ist eine Modulbeschreibung?

In einer Modulbeschreibung müssen unter anderem die zum Modul gehörigen Lehrveranstaltungen, der Arbeitsaufwand für das Modul insgesamt, die zu vergebenden ECTS-Punkte und die Prüfungsform festgelegt werden. Zentraler Bestandteil der Beschreibung sind Lernziele und Inhalt des Moduls. Sämtliche Modulbeschreibungen der Hochschule werden in einem Modulhandbuch zusammengestellt werden.

 


Was sind Lernziele?

Mit dem Bologna-Prozess und der damit verbundenen Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen soll ein Umdenken bei der Curriculumsgestaltung bewirkt werden: Entscheidend soll nicht sein, was unterrichtet wird, sondern welche Lernziele ein Studiengang hat: Welche Kompetenzen sollen Studierende besitzen, wenn sie ein bestimmtes Modul oder den gesamten Studiengang erfolgreich abgeschlossen haben? Welches Profil hat ein Studiengang einer bestimmten Institution? Dabei gibt es fachbezogene, methodische und fachübergreifende Kompetenzen sowie Schlüsselqualifikationen: Nun ist es Aufgabe der Hochschule, einerseits in den Modulbeschreibungen die Lernziele einzelner Module, andererseits im Diploma Supplement die Qualifikationsziele des gesamten Studiengangs ausführen.

 


Was ist ein Diploma Supplement?

Das Diploma Supplement ist aus einer Initiative der EU, des Europarats und UNESCO entstanden und gilt als Standard-Referenz für Anerkennungs- und Einstufungszwecke. Es wird zusätzlich zum Zeugnis über den Hochschulabschluss ausgestellt und beinhaltet ergänzende Informationen zur Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen. Jeder Studierender erhält ein Diploma Supplement in deutscher und englischer Sprache, das aus zwei Teilen besteht: Zum Einen enthält das Diploma Supplement beispielsweise Informationen über die Art und die Ebene eines Abschlusses, das Studienprogramm des Studierenden (inklusive Lernziele) und den Status der Hochschule, die den Abschlussgrad verleiht. Außerdem wird das Transcript of Records angefügt. Es wird empfohlen, das Diploma Supplement künftigen Bewerbungen hinzuzufügen, denn dadurch werden die Studienleistungen eines Studierenden viel transparenter.

 


Was ist ein Transcript of Records?

Das Transcript of Records ist eine Aufstellung aller Lehrveranstaltungen, die ein Studierender während seines Studiums besucht hat, inklusive der erzielten Noten und der erworbenen ECTS-Punkte. Ein Transcript of Records kann auch während des Studiums ausgestellt werden, um es z. B. bei einem Hochschulwechsel oder einem Auslandsaufenthalt vorzulegen.

 


Was bedeutet Akkreditierung?

Studiengänge, die zu den Abschlüssen Bachelor und Master führen, sind nach § 19 HRG zu akkreditieren. Durch die Akkreditierung soll Studiengängen bescheinigt werden, dass sie in fachlich-inhaltlicher Sicht und hinsichtlich ihrer Berufsrelevanz bestimmten Anforderungen entsprechen, was ihre Qualität und Studierbarkeit betrifft. Die Akkreditierung erfolgt durch Akkreditierungsagenturen: Diese entscheiden unter Einbindung von Fachgutachtern und aufgrund detaillierter Unterlagen (Studienpläne, Modulhandbuch, Prüfungsordnung) nach einem Hochschulbesuch über die Akkreditierung von Studiengängen.
An der HfM Karlsruhe sind alle Bachelor- und Masterstudiengänge akkreditiert.

 


Was ist eine Thesis?

Im Rahmen der Abschlussprüfung muss in allen Bachelor- und Masterstudiengängen eine künstlerische oder schriftliche Abschlussarbeit erfolgen. In Anlehnung an die Dissertation zur Erlangung des Doktorgrads (im englischen „Ph.D. thesis“) wine Abschlussarbeit auch als „Bachelor oder Master Thesis“ bezeichnet.

 

 


An wen kann ich mich mit Fragen wenden?

Sie können sich gerne an Frau Dr. Eva-Maria Rieckert (eva-maria.rieckert@hfm.eu) wenden. Auch das Prüfungsamt und das Studentensekretariat helfen Ihnen gerne weiter.
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