"Es ist des Lernens kein Ende"*,
... doch aber einmal des Studierens!

*(aus Robert Schumann: Musikalische Haus- und Lebensregeln)

 

 

Aufbauend auf ein abgeschlossenes Grundstudium bietet das Aufbaustudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe die Möglichkeit vertiefter professioneller Ausbildung.

Der Studiengang "Solistenexamen" ist nicht nur für Instrumentalisten und Sänger aller Fächer eingerichtet, sondern ebenso für Dirigieren, Kammermusik, Liedgestaltung und Komposition.

Da die im Grundstudium obligatorische große Zahl von Pflicht- bzw. theoretischen Fächern nicht mehr anfällt, können sich die Studierenden nun ganz gezielt und nicht durch Stundenplanzwänge eingeengt mit ihrem Hauptfach bzw. Hauptinstrument beschäftigen. In den Prüfungsteilen sollen die Kandidaten ihre instrumentalen bzw. künstlerischen Fortschritte sowie ihre Bühnenpräsenz unter Beweis stellen.

Der Studiengang "Solistenexamen" (vier Semester) ist die "letztmögliche" Ausbildungsstufe an der Musikhochschule und bleibt einem deutlich kleinen Anteil von Bewerbern vorbehalten. Seine Absolventen bilden praktisch die "Spitze der Nachwuchsmusiker-Pyramide"- sie sollten natürlich schon bei Studienbeginn eine deutliche Eignung für eine erfolgreiche Konzerttätigkeit aufweisen. Die Hürden der Aufnahmeprüfung sind entsprechend schwer zu überwinden - weniger als zehn Prozent der Kandidaten werden aufgenommen.

Die Anforderungen, die für das dreiteilige Abschlussexamen gestellt werden, sind in Bezug auf Qualität und Quantität sehr hoch. Ein öffentliches Recital, ein Repertoirenachweis und ein Konzert mit Orchester (bei Kammermusik und Liedgestaltung ein zusätzlicher öffentlicher Abend, bei Komposition eine weitere Aufführung mit Kompositionen des Kandidaten) müssen absolviert werden.

Die solistische Aufgabe wird nicht nur mit dem Sinfonieorchester der Musikhochschule absolviert, sondern auch mit Berufsorchestern. Besonders hervorzuheben ist die ständige Zusammenarbeit mit der Baden-Badener Philharmonie, aber auch mit anderen Kammer- und Sinfonieorchestern (Heilbronner Kammerorchester, Polnische Kammerphilharmonie, Stuttgarter Philharmonie u.a.). Dankbar ist die Musikhochschule für die Auftrittsmöglichkeiten, die die Gesellschaft "pro arte Königsbach-Stein e.V." und auch das Piano-Podium Karlsruhe e.V. im Rahmen ihrer Konzertreihen bieten.

In den vergangenen Jahren hat die Hochschule für Musik Karlsruhe zunehmend und auch auf internationaler Ebene einen Ruf als ausgezeichnete Ausbildungsstätte erringen können, was sich nicht zuletzt in der ungewöhnlich hohen Zahl von Bewerbungen für Studienplätze niederschlägt. Die Tatsache, dass im Aufbaustudiengang eine große Zahl von Nichtdeutschen zu finden ist, beruht darauf, dass diese in ihrem jeweiligen Heimatland bereits ihr Grundstudium abgeschlossen haben.

Das abgeschlossene Konzertexamen stellt sicherlich nicht eine Garantie für einen zündenden Karrierestart dar; hier sind Wettbewerbserfolge - vor allem auf internationaler Ebene - und gute Kontakte immer noch hilfreicher. Trotzdem sind durch den höheren Grad der professionellen Ausbildung die Chancen für einen erfolgreichen Berufseinstieg viel größer. Vor allem heute, da der Arbeitsmarkt eng geworden ist, schafft ein vertiefendes Studium ein gutes Ausrüstungspotential für den harten Konkurrenzkampf. Vielfältige Möglichkeiten bietet die Hochschule unter ihrem Dach, erarbeitete Programme "auszuprobieren" und "auf den Prüfstand" zu bringen.

Die lange Liste der Preisträger gibt Zeugnis von der fruchtbaren Arbeit der Dozenten mit den Studierenden.

Und schließlich sei noch erwähnt, dass ehemalige Studierende der Musikhochschule Karlsruhe, die das Solistenexamen absolviert haben, heute als erfolgreiche Dozenten und Professoren an ihrer Alma Mater und an vielen in- und ausländischen Musikhochschulen wirken.

 

Prof. Sontraud Speidel
Leiterin der Studienkommission Künstlerisches Aufbaustudium

 

 

 

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