Chronik

2002

DIE EROBERUNG VON MEXIKO
   


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Von Wolfgang Rihm
Premiere: 14. Juni 2002
Weitere Aufführungen: 16. / 20. / 25. Juni 2002
Konzerthaus Karlsruhe

Musikalische Leitung: Alicja Mounk
Regie: Renate Ackermann u. Andrea Raabe
Choreografie: Paz Montero
Sängerinnen und Sänger: Andreas Reibenspies und Studierende des Instituts für MusikTheater
Orchester Orchester der Hochschule für Musik Karlsruhe

 

Nach der Einstudierung der Kammeroper "Jakob Lenz" 2001 durch die Studierenden der Opernschule folgt nun 2002 die Inszenierung einer weiteren Oper von Wolfgang Rihm.

Man kennt und ehrt Wolfgang Rihm in der Welt als einen der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Seine Werke erreichen das Publikum und überraschen es immer wieder: durch ihre Erneuerungskraft wie Kühnheit. Wolfgang Rihm hat die Grenzen der alten Gattung für moderne Musik durchlässig gemacht. Durch sein Musik-Theater hindurch kann man Mozarts Opern wieder authentisch und frisch begegnen.

Das gilt auch für die 1992 als Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführte "Eroberung von Mexico". Es geht nicht um den historischen Einzelfall, um den Kampf spanischer Conquistadores, sondern um die Dynamik von Beziehungen, wie sie sich allenthalben auftut, im zwischenmenschlichen Bereich, in den Beziehungen von Mann und Frau, von Gruppen, Nationen, Kulturen und in der Beziehung von Mensch, Natur und Kosmos. Rihm brachte es auf die Formel "alle sind der Tod aller".

Die Handlung vollzieht sich im Grenzbereich von Liebe und Tod, Wahnsinn und Wissen, Verstehen und Nichtverstehen.  Wahrheit erwächst aus Schrei und Stille, aus der Körpersprache der Stimme. Das Orchester funktioniert nicht mehr nach dem Prinzip der musikalischen Zentralperspektive, sondern agiert und reagiert im Raum. Andrea Raabe, die jetzige Oberspielleiterin des Musiktheaters am Theater Nürnberg, wird mit diesem Werk ihren Einstieg als Nachfolgerin von Renate Ackermann geben, bevor sie die szenische Leitung der Opernschule in Karlsruhe übernimmt. Beide gemeinsam werden Wolfgang Rihms Musik-Theater auf die Bühne bringen.

Die Inszenierung ist ein Beitrag zur Feier des vor 50 Jahren in Karlsruhe geborenen Komponisten. Um es mit Brecht zu sagen: So ehren die Hochschüler Wolfgang Rihm, indem sie sich selbst nützen.

"Sterben werden jene, die nicht verstehen können." Antonin Artaud

 

 

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