Chronik

2008

IMPRESSIONS DE MÉLISANDE
 


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"La Lucrezia (O Numi eterni)" HWV 145
von Georg Friedrich Händel
"Impressions de Pélleas" nach Claude Debussys "Pelléas et Mélisande" (Fassung von Marius Constant und Peter Brook)
in italienischer / französischer Originalsprache

Premiere: Dienstag, 26. Februar 2008, 20.00 Uhr, Schauspielhaus
weitere Vorstellungen:
26. März 2008, 20.00 Uhr
02. April 2008, 20.00 Uhr
05. April 2008, 19.30 Uhr

Institut für MusikTheater der Hochschule für Musik Karlsruhe in Koproduktion mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe

Ausführende:

Musikalische Leitung: Alicja Mounk
Inszenierung: Andrea Raabe
Bühnenbild: Tobias Dinslage
Kostüme: Susanne Hubrich
Dramaturgie: Katrin Lorbeer
Regieassistenz: Aselinde Wiland

Lucretia Amira Elmadfa

Pelléas: Simon Schnorr / Utku Kuzuluk
Mélisande: Clara Lim / Ekaterina Isachenko
Golaud: Sung-Gi Jung
Arkel: Lukas Schmid
Geneviève: Sigrun Maria Bornträger /
Izabela Metler
Yniold: Victoria Frenzel / Yu Xia

Continuo: Dr. Henner Kahlert, Sabine Kreutzberger
An 2 Flügeln: Fan Yang, Rino Ishii

Die Gegenüberstellung von Händels barocker Kantate mit der gekürzten Fassung von Debussys Oper weist ebenso viele Gegensätze wie Parallelen auf. Fast scheinen sich die beiden traumatischen Frauenschicksale der vergewaltigten Lucrezia und der verstörten Mélisande gegenseitig zu ergänzen und zu interpretieren. Die eine schreit ihr unaussprechliches Leid hinaus, bevor sie sich umbringen will, um der Welt nicht mehr ansichtig zu werden. Die andere, unfähig die Augen zu schließen, schweigt. Lucretias Erlebnisse sind offenkundig, Mélisandes Herkunft liegt im Dunkeln. Sollte in Mélisandes Schweigen das Trauma Lucretias beschlossen liegen, erhielte ihre mysteriöse Vergangenheit eine neue tragische Dimension...

   

 

Pressestimmen „Impressions de Mélisande“  

BNN, 28.2.08
Wirklich intelligentes Musiktheater
Studierende der Musikhochschule glänzen bei Karlsruher Händelfestspielen

Zum ersten Mal beteiligte sich das Institut für MusikTheater der Musikhochschule Karlsruhe direkt an den Händelfestspielen. Unter dem Titel „Impressions de Mélisande“ koppelte man Händels Kantate „La Lucretia“ mit einer gekürzten Fassung von Debussys „Pelléas et Mélisande“.
… Im Mittelpunkt des Abends stand die Wiedergabe der Debussy-Barbeitung. Ist schon die behutsame Kürzung der Oper zu loben, so verblüffte die musikalische Reuzierung auf zwei Klaviere noch mehr. Wie es den beiden Pianisten Rino Ishii und Fan Yang gelang, einen Großteil des Farbenreichtums der Instrumentierung hörbar zu machen, verdient höchstes Lob. Alicja Mounk als musikalische Leiterin des Projektes hatte hier beste Arbeit geleistet. Dies gilt auch für Andrea Raabe, die eine spannende Inszenierung auf die Bühne des Schauspielhauses stellte, ohne dem Stück Gewalt anzutun. Dafür schufen Tobias Dinslage einen originell konzipierten Bühnenraum und Susanne Hubrich geschmackvolle Kostüme.
Die Solistenbesetzung konnte sich – auch unabhängig davon, dass es sich noch um Studierende handelt – mehr als nur hören lassen. So war Clara Lim schon recht nahe an einer idealen Mélisande, Simon Schnorr überzeugte als Pelléas und Sung-Gi Jung beeindruckte als Golaud mit einem bemerkenswert sonoren und mächtigen Bassbariton. Zudem erwiesen sich alle drei als engagierte und überzeugende Darsteller. Sigrun Maria Bornträger (Geneviève) und Lukas Schmid (Arkel) standen hinter diesen ebenso wenig zurück, wie Victoria Frenzel, die einen idealen, anrührenden Yniold gab. Nach anfänglicher Zurückhaltung jubelte das Auditorium den Sängern zu , besonders Clara Lim und Simon Schnorr könnten sich zu Publikumslieblingen entwickeln.

 

Pforzheimer Zeitung:

„Clara Lim (…) erweist sich mit klarem, mühelos ansprechendem Sopran und selbstverständlich wirkender Schauspielkunst als ideale Mélisande. Ohne es zu wollen, zieht sie die Männer in ihren Bann. Golaud, der sie ergreifen, aber nicht begreifen kann. Arkel, dem Lukas Schmid einen prachtvollen Bass und eine überzeugende Darstellung des Alters verleiht. (…) Gut besetzt ist auch Viktoria Frenzel, die Yniold sogar stimmlich knabenhaft zeigt (…)“

 

Badisches Tageblatt: (28. 02. 2008)

„Feine Musik Debussys von Händels Dramatik umgeben“ „Was haben Lucrezia und Mélisande gemeinsam? Nicht viel, könnte man denken. (…) Nur in einer Hinsicht kann man Lucrezia und Mélisande als Schwestern sehen: beide leiden unter männlicher Gewalt und sterben daran. In den „Impressions de Mélisande“ stellt das Opernstudio der Karlsruher Musikhochschule auf der Bühne des Badischen Staatstheaters die beiden Frauengestalten einander gegenüber, und das in Vertonungen, die so gegensätzlich sind wie die Charaktere von Lucrezia und Mélisande. (…) Amira Elmadfa verfügt über eine schöne, volle Stimme, die, passend zu Lucrezias heroischem Charakter, ins Dramatische geht. (…) Clara Lim, die in kleinen Rollen bereits Bühnenerfahrung gesammelt hat, erweist sich mit klarem, mühelos ansprechendem Sopran und selbstverständlich wirkender Schauspielkunst als ideale Mélisande.“

 

 


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