Chronik

2012

LES MAMELLES DE TIRÉSIAS
 

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Premiere: Do, 25.10.2012, 19.30 Uhr
Probebühne Marstall am Schloss Gottesaue
Weitere Aufführungen: 27./ 30./ 31.10., 02./ 06./ 09./ 12./ 17.11.2012

Zweiaktige Opera buffa von Francis Poulenc
Frech und frivol kommt die erste Oper des französischen Komponisten Francis Poulenc daher - 1947 an der Mailänder Scala uraufgeführt, sind seine “Les Mamelles de Tirèsias” bis heute ein Meisterwerk des provokanten, witzigen und ironischen Musiktheaters: Mit der Aufforderung “Franzosen, bekommt Kinder” sorgte das zweiaktige Werk mit seiner Spieldauer von einer knappen Stunde bei seiner ersten Aufführung für einen handfesten Theaterskandal. Ähnlich wurde dreißig Jahre zuvor die Uraufführung von Guillaume Apollinaires gleichnamigen Schauspiels aufgenommen, das als erstes surrealistisches Drama in die Theatergeschichte eingegangen ist und das auf eine logische Handlungsführung verzichtet und den Zuschauer stattdessen immer wieder mit neuen aberwitzigen Wendungen überrascht: Nach einem Streit mit ihrem Mann wünscht sich Theresia NICHTS sehnlicher, als endlich auch einmal all das tun zu dürfen, was sonst nur Männern vorbehalten ist. Kurz entschlossen beschließt sie, ein Mann zu werden. Ihre Brüste schweben in Form zweier Luftballons davon, sie legt sich mit Tirèsias einen Männernamen zu und lässt sich einen Bart stehen. Entsetzt über die Entwicklung seiner Frau, beschließt ihr Mann, das Kinderkriegen kurzerhand selber zu übernehmen und gebärt in nur einer einzigen Nacht über 40.000 Kinder. Das stellt die kleine Stadt Sansibar vor neue
Probleme ….

Poulencs Musik kommt elegant, leicht und ironisch daher: In ihrer Verbindung aus U- und E-Musik atmet sie mit ihrer Mischung aus Walzer, Passedouble und Choral den Geist des frivolen Paris der zwanziger Jahre. Augenzwinkernd kommentiert die Musik Poulencs, der als Meister der musikalischen Textbehandlung gilt, auf diese Weise Apollinaires doppeldeutigen Text. So entsteht ein farbenreiches, sinnliches Werk des Musiktheaters, das auch heute noch in Zeiten der geburtenschwachen Jahrgänge, Singlehaushalte und Quotenregelungen mit seinem emanzipatorischen Ansatz und seinem ironischen Spiel mit Geschlechtertausch und Androgynität zu unterhalten weiß.
Studierende des Instituts für MusikTheater
Musikalische Leitung: Alicja Mounk
Inszenierung: Andrea Raabe
Ausstattung: Tobias Dinslage
Kostüme: Julia Schnittger

Eintritt: 5 € / erm. 2,50 €

VVK-Stellen in KA: Musikhaus Schlaile
(Tel. 23000), TicketForum Postgalerie
(Tel. 161122), Ticketoffice24 im Bahnhof
(Tel. 3848772), KMK GmbH
VVK: www.reservix.de, ReserviX-Tickethotline: 01805/700733 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz der Dt. Telekom, bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz können die Kosten abweichen)
Presse  

Lobende Kritik in der Badischen Neueste Nachrichten  für die IMT-Produktion „Les mamelles de Tirésias“:

„Lob der Fruchtbarkeit“

„Das fidele Werk, das auf ein „surrealistisches Drama“ gleichen Titels von Guillaume Apollinaire zurückgeht, erlebte jetzt im Marstall am Karlsruher Schloss Gottesaue eine kongeniale Aufführung durch die Studierenden des Instituts für MusikTheater.“

„Die Regisseurin Andrea Raabe hat mit ausgelassenem Humor, leichter Hand und sprühender Pointenlust, die auch gelegentliche Übertreibungen nicht scheut, eine amüsante Einstudierung geschaffen, die in fröhlicher Anarchie auf einen Schelm anderthalbe setzt und den jungen Sängern befreienden Raum lässt für die Entfaltung komödiantischer Energien und erfrischender Fantasie. Im spielfreudigen, durchweg kompetenten Ensemble tun sich einige der Solisten besonders hervor. So ist Larissa Wäspy eine vorzügliche Thérèse/Tirésias, die mit sicher sitzendem Sopran, blühender Höhe und singdarstellerischem Witz eine Bravourleistung zeigt. Ihr zur Seite markieren der jugendlich leuchtende, vorbildlich artikulierende Tenor Nando Zickgraf (als Gatte) und der hell timbrierte, souveräne Bariton Andreas Beinhauer (als Direktor) weitere Höhepunkte, denen sich etwa Manos Kia als robuster Polizist sowie Lucian Eller und Jeong Myong Lee als groteske Streithanseln Presto und Lacouf zugesellen.  Besonderes Lob gebührt dem prächtig agierendem Chor wie dem drolligen Rudel der „Neugeborenen“, das der Aufführung ergötzliche Glanzlichter aufsetzt.
Die musikalische Leitung dieser fabelhaften Produktion liegt bei Alicja Mounk, die mit dem Orchester der Hochschule ein farbenreiches Klangpanorama zwischen schmachtendem Walzer, frivolem Tingeltangel, feuriger Polka, aber auch sakralen Passagen, lyrischer Emphase und ironischem Pomp entwirft.“ (BNN, 27.10.2012)

 

 


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