Chronik

2015

 

BOHÈME-PROJEKT
 

Mit freundlicher Unterstützung der

Riemschneider

 

 

BOHÈME-PROJEKT
Do, 29.01.2015, Premiere, Marstall Schloss Gottesaue
Weitere Aufführungen: 31.01. / 03.02. / 06.02. / 08.02. /
11.02.15

Musikalische Leitung | Matthias Hammerschmitt
Inszenierung Andrea | Raabe
Bühne und Kostüme | Julia Schnittger
Solisten des Instituts für MusikTheater

Die Bohème ist eine Lebensform, die im 19. Jahrhundert viele Dichter und Komponisten angezogen hat. Zwei Opern sind daraus hervorgegangen: Puccini setzt auf große Gefühle, auf eine Liebesgeschichte zwischen Leben und Tod. Leoncavallo
diagnostiziert eine Sozialstruktur – und ist damit näher an der literarischen Vorlage. Das „Projekt Bohème“ des Instituts für MusikTheater konfrontiert Szenen beider Opern und Musik anderer Komponisten mit Texten Henri Murgers. Der Abend ermöglicht und erprobt verschiedene Deutungsperspektiven des Sujets.

 

 

Pamina Magazin: (02.02.2015)

„Eine Lehrstunde in Sachen Regie“ „ Es ist künstlerisch auf allen Ebenen derart ausgereift, dass man nicht glauben möchte, dass es sich bei den Akteurinnen um Studierende der Karlsruher Musikhochschule und insgesamt „nur“ um eine Produktion des dortigen Instituts für MusikTheater handelt. Das Regieteam um Andrea Raabe schuf nach dem Konzept von Stephan Mösch ein äußerst reizvolles Stück Musiktheater; dieser Reiz liegt in der Verquickung der Oper von Leoncavallo und dem ungleich bekannteren Werk von Giacomo Puccini, und dies wiederum gelingt auf eine solch intelligente Art, dass die Figur der Mimi und die Charaktere der Bohème insgesamt eine unglaubliche Tiefenschärfe erhalten. (…) Das ist ausdrucksstarkes, lebendiges, schlicht und einfach großes Theater. (…) Im ersten Teil sticht vor allem Denise Dumitrescu als Mimi hervor. Ihr Sopran ist weich, biegsam, schön gerundet; sie besitzt ein gutes gespür für die sogenannte „Italianità“. (…) ...das Schlussbild ist großartig. Unter anderem liegt dies auch am Tenor Deren Mehmet Eladag; er spielt erst Marcello (bei Leoncavallo) und später Rodolfo (bei Puccini), und er tut dies mit unglaublicher Wärme im Spiel und in der Stimme. Tadellos – sowohl stimmlich als auch darstellerisch – sind auch die Auftritte der beiden Puccini-Musettas (Sarah Kehder und Clara-Sophie Bertram), zunächst im Walzer und später im Finale, und komplettiert wird das Bohème-Ensemble durch Mehmet Altiparmak („Rodolfo“ bei Leoncavallo und „Marcello“ bei Puccini), Cornelius Lewenberg (Schaunard), Florian Hartmann und Serkan Sevinc (beide Colline), Yasmin Özkan (Eufemia), Leonhard Gei´ger (Barbemuche, Conte Paolo) und Bastian Levacher (Kellner, Aufseher). Allesamt bieten sie eine durchweg überzeugende Leistung. Ein weiterer Höhepunkt ist jedoch der charakterstarke Auftritt von Jessica Veronique Miller als Musette im Leoncavallo-Teil. Unter anderem ist es ihrem entschlossenen, mitreißenden Spiel und der Qualität ihrer dunkelsatten Mezzosoprans zu verdanken, dass die Schlüsselszene zu einem wirklichen künstlerischen Glanzstück wird. (…) Fazit: Diese Produktion ist unbedingt empfehlenswert!“

 

Badische Neueste Nachrichten: (31. 01. 2015)

„Das Beste aus zwei „Bohème“-Welten“ „Die eigentlichen Protagonisten sind die beiden Frauen, deren großes Duett eine Schlüsselszene darstellt. Musetta, die sich gerade dazu durchgerungen hat Marcello zu verlassen, trifft auf Mimi, welche gerade zu Rodolfo zurückkehren möchte. Spätestens hier kommt Andrea Raabes mitreißende Regie ins Spiel. Was Jessica Veronique Miller (Musetta) und Denise Dumitrescu (Mimi) aus dieser Szene herausholen, ist Musiktheater vom Feinsten. Überhaupt ist die ausgefeilte Personenregie ein hervorstechendes Merkmal der Inszenierung. Besonders deutlich wird dies beim Tenor des Abends, dem von Puccini der Rodolfo, von Leoncavallo indes der Marcello zugewiesen ist. Deren Mehmet Eladag wusste die beiden Charaktere schön zu differenzieren und auch stimmlich Kontraste zu setzen. Cleo Schröer sang Puccinis Mimi und umgab sie mit der Aura der tragisch Leidenden und sprach zudem einige Textstellen aus Murgers Roman, Denise Dumitrescu dagegen ließ bei Leoncavallos Mimi die lebenslustige Bohèmienne der Vorlage durchscheinen. Stimmlicher Höhepunkt war zweifellos Jessica Veronique Miller, die mit sattem, wohltimbriertem Mezzosopran begeisterte. Doch auch Sarah Kehder (mit Puccinis Musetta-Walzer) und Clara-Sophie Bertram (im Finale) waren souveräne Interpretinnen. Ergänzt wurde das Ensemble durch Cornelius Lewenberg als Schaunard, Mehmet Altiparmak als Marcello, Florian Hartmann (Leoncavallo) und Serkan Sevinc (Puccini) als Colline. (…) In jedem Fall machte der Abend, der rundum empfohlen werden kann, Lust einmal Leoncavallos Version in Gänze auf der Bühne zu erleben.“

 

 

 

 

 

 

  Produktionen  
  • 2017  
  • 2016  
  • 2015  
  • 2014  
  • 2013  
  • 2012  
  • 2011  
  • 2010  
  • 2009  
  • 2008  
  • 2007  
  • 2006  
  • 2005  
  • 2004  
  • 2003  
  • 2002  
  • 2001  
  • 2000  
  • 1999  
  • 1998  
  • 1997  
  • 1996  
  • 1995  
  • 1994  
  • 1993  
  • 1992  
  • 1991  
  • 1990  
  • 1989  
  • 1998  
  • 1987  
     
Home | Impressum | © HfM Karlsruhe | zuletzt geändert am: 17.05.2017
Seitenanfang