Chronik

2015

L'INCORONAZIONE DI POPPEA
 

 

L‘incoronazione di	POPPEA

 

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L‘incoronazione di POPPEA
Claudio Monteverdi (1567-1643)

Premiere: Donnerstag, 03.12.2015, 19.30 Uhr
Wolfgang-Rihm-Forum

Weitere Aufführungen: 05./ 08./ 10./ 15.12.2015

In gewisser Weise ist es die erste Oper überhaupt: die erste nämlich, die sich mit einem historischen Stoff verbindet und die damit ihrer Zeit den Spiegel vorhält. Claudio

Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ (Die Krönung der Poppea) rechnet schonungslos ab mit den Mechanismen der Macht. Ein Stück, das vor führ t, wie Skrupellosigkeit, Egozentrik und Machtgier ineinandergreifen. Dass dabei einige Leichen liegenbleiben, versteht sich von selbst. Vieles von dem, was am Beispiel des römischen Kaisers Nero und seiner Gefähr tin Poppea vorgeführt wird, gilt mit kleinen Veränderungen durch die Geschichte. Kein Zufall also, dass diese Oper immer wieder gespielt wird: ein aufrüt telndes Stück Musiktheater, geschrieben von einem reifen, aber keineswegs abgeklär ten, vielmehr gnadenlos genauen Komponisten am Ende seines Lebens, uraufgeführt 1642 in Venedig.

Es singen und spielen Studierende des Instituts für MusikTheater und verschiedener Klassen der Hochschule für Musik Karlsruhe

Musikalische Leitung Howard Arman
Inszenierung Andrea Raabe
Bühnenbild und Kostüme Julia Schnittger
Produktionsdramaturgie Dr. Stephan Mösch

Eindrucke aus den Proben zu L'Incoronazione di Poppea

L'Incoronazione die Poppea L‘incoronazione di	POPPEA  
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Pressestimmen

 

Plakat

 

Badische Neueste Nachrichten, 05.12.2015:

...die Inbrunst, mit der einige der Karlsruher Opern-Azubis die in Poesie eingearbeiteten Affekte wie Gier, Kummer, Eifer- und Rachsucht aus ihren Seelen strömen lassen, ist sagenhaft. (…) Die größte Verliererin in dieser ersten historischen Oper, die auf Geschehnissen am Hof Neros im ersten Jahrhundert nach Christus beruht, war am Premierenabend die Gewinnerin: Anna Hybiner stattet die von Nero betrogene Ottavia stimmlich, musikalisch und darstellerisch so reich aus, dass man mit ihr am liebsten von Opernhaus zu Opernhaus ziehen und sie in dieser und jener Rolle von einer Donna Anna bis hin zum Rosenkavalier erleben möchte. Die temperamentvoll agierende Hybiner trägt den Löwenanteil dazu bei, daß das Geschehen von der Bühne übersprang und den Nerv der Zuhörer trifft. Völlig mühelos, als wären es ihre tiefsten Empfindungen, kleidet sie jedes Wort, oft Silbe für Silbe, mit etlichen Affekten aus. Seufzt mehrmals aus tiefster Lunge ein „Ah“, um es schließlich in das klagende „Addio Roma“ einer Verstoßenen fließen zu lassen; taucht ihren dunkel gefärbten, voluminösen Mezzosopran auf der Gefühlspalette von zorniger Rage bis klagend in prächtige Nuancen. Und das in einer Gesangsform, in der die Solisten weitgehend auf sich selbst gestellt sind und große Freiheiten haben. Der Barockspezialist Howard Arman hat alle an dieser Produktion beteiligten Studierenden bei seinem Gastaufenthalt in Karlsruhe optimal auf diese äußerst schwierige Form des Singens eingeschworen. (…) Vorbildlich verinnerlicht hat den Gesangsstil auch Carina Schmieger (Drusilla), die wie die lasziv sich gebärdende Venicia Rasmussen (Poppea), Kai Kluge (Nero) und der sonore Bass Julian Popken (Seneca) den Hauptakteuren ein starkes Profil verleihen und mit charakteristischen Stimm-Timbres gefallen. Hier sind unbedingt auch zu erwähnen: die helle und bewegliche Stimme von Konstanze Kirsch (Valletto) sowie die des pfiffigen Countertenors Eduardo Rojas (Arnalta) und das ulkige Spiel von Cosima Büsing (Nutrice).

PAMINA (Klassik online im Südwesten, 08.12. 2015):

„Monteverdis letzte Oper „L'Incoronazione di Poppea“ („Die Krönung der Poppea“), uraufgeführt in Venedig zum Karneval 1642, ist ein Drama um Machtmissbrauch und Willkür, um die Frage nach der Moral in öffentlichen Ämtern, um sexuelle Ausschweifungen am römischen Kaiserhof – und damit ist der Stoff eigentlich immer hochaktuell. Derzeit findet man die Oper häufiger auf den Spielplänen (…). Die Karlsruher Musikhochschule folgt diesem Trend – und sie bereitet ihre Studierenden damit nicht nur auf künftige Aufgaben vor, sondern sie bietet zugleich auch für die Freunde barocker Musik in der Fächerstadt ein echtes Glanzlicht außerhalb der Händelfestspiele. (…) Den Hauptdarstellern gelingt es glänzend, das Publikum mitten ins Geschehen zu holen. Die Figuren sind gespalten, jeder ist irgendwie Täter. Da ist zum Beispiel Venicia Rasmussen als ehrgeizige Poppea: Ihr Sopran ist pure Verlockung, herrlich dabei ihre lüsternen Seufzer, und die ganze Künstlichkeit der Figur unterstreicht sie mit entsprechenden Gesten, die eng entlang der Musik geführt sind. Auch Kai Kluge überzeugt als Kaiser Nerone: Einerseits erliegt er diesem Charme, anderseits bricht seine Brutalität und seine Neigung zum heftigen Zorn immer wieder unvermittelt durch. Aufhorchen lässt aber vor allem der Mezzosopran von Anna Hybiner. In dieser samtigen Stimme, aus der in der Trauer die Farbe völlig weicht, die aber stellenweise auch bedrohlich klingt vor lauter Rachsucht – in dieser Stimme entfaltet sich der ganze zerrissene Charakter der betrogenen Frau. Das ist schlicht meisterhaft.
Hervorzuheben ist auch Carina Schmieger als Drusilla; ihr weicher Sopran und ihre Art zu spielen erregt ebenfalls Mitgefühl.
Auch in den übrigen Partien gibt es beachtliche Leistungen: Zum Beispiel die von Cornelius Lewenberg als Poppeas verlassener und verzweifelter Ehemann Ottone (…). Als Philosoph Seneca agiert Julian Popken wunderbar steif und oberlehrerhaft; ein Gegenpol dazu sind die beiden Ammen Arnalta und Nutrice, wobei sich der Countertenor Eduardo Rojas (als Gastsänger) und Cosima Büsing als spielstarkes Komiker-Duo erweisen.
Howard Arman am Cembalo hält das Instrumentalensemble dabei dicht am Bühnengeschehen, Gesang und Continuo sind eine organische Einheit: Was der Brite mit den Studierenden hier geschaffen hat, ist absolut empfehlenswert.“

 

 

 

 

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