Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2009/10

Vorlesungen Seminare Kurse
Übungen weitere Veranstaltungen Sprechstunden

 

Die Veranstaltungen der Musikinformatik stehen auch Kompositionsstudierenden offen, die der Musikwissenschaft auch Schulmusik- und anderen Studierenden.
         
         
Meisterkurs Gerald Bennett: Musikprogrammieren in C

Kennern der elektronischen Musik und Musikinformatikern ist „Csound“ als die klassische Musikprogrammiersprache schlechthin bekannt, die noch heute einen unerreichten Funktionsumfang und unübersehbare weltweit verteilte Ressourcen bietet. „Csound“ beruht auf der Programmiersprache C und stellt ein Superset dieser Sprache dar, der es Musikern ermöglicht, ohne eigentliches Programmieren direkt Partituren und Klanginstrumente zu erzeugen. Manchen ist dies jedoch zu wenig: Sie möchten wissen, wie denn nun eigentlich innerhalb von C die Klangerzeugung realisiert wird, sozusagen auf der (fast) untersten und damit auch mächtigsten Ebene des Programmierens. An diese Neugierigen richtet sich der Kurs, aber auch an Studierende, die zum Beispiel zur Programmierung von Game-Sounds darauf angewiesen sind, direkt in C zu programmieren. Im Mittelpunkt dieses Kurses wird die Klangerzeugung in C stehen.

Weitere Infos finden Sie hier...

  Bennett G.
05.–10.10.2009

Über die genaue Uhrzeit werden die Teilnehmer informiert.

 

Seminarraum im ComputerStudio und Studioräume

       
Sprechstunde
  Lorrain D.
n.V.
  ComputerStudio
       
Sprechstunde
  Seedorf T.
Mi 16.00 – 17.00 und n.V.
  Schloss Gottesaue
Zi 304
       
Sprechstunde
  Troge T.
n.V.
  n.V.
       
Sprechstunde
  Wiegandt M.
Do 13.00 – 14.00 (ab 15.10.)
  Schloss Gottesaue
Zi 304
         
Einführungsveranstaltung, insbesondere zur Orientierung für alle Studienanfänger aber auch
für alle anderen interessierten Studierenden des
Instituts Musikwissenschaft/Musikinformatik.
  Troge T./ Lorrain D./Seedorf T./Wiegandt M.
Mo 12.10.2009
ab 14 Uhr
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
VORLESUNGEN        
         
a) Musikwissenschaft        
         
Streifzüge durch die Musik nach 1945 (Fortsetzung)
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik ab dem 5. Semester BA

Wie schon in den vergangenen Semestern geht es in dieser Vorlesung nicht etwa um eine lückenlose Darstellung der "Musik nach '45", dazu ist ihr Panorama zu breit und systematisch ohnehin nicht abzuhandeln. Vielmehr handelt es sich um Streifzüge durch die Musiklandschaft der letzten 60 Jahre, mit immer wechselnde Fragestellungen im Visier und unterschiedlichen Komponisten im Fokus, Komponisten, die mehr oder weniger berühmt, mehr oder weniger erfolgreich, mehr oder weniger anerkannt waren oder sind. Vor allem geht es um das Kennenlernen ihrer Musik und die kritische Würdigung ihrer künstlerischen Arbeit.

  Hechtle M.
Mo 11.00–12.30
ab 12.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Orpheus und seine Nachkommen - Eine Geschichte des europäischen Kunstgesangs
Für BA Mw/Mi: 1.1, 3.1., 5.1.

Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein und vielfach noch weit darüber hinaus war Musikgeschichte immer zugleich auch Geschichte des singenden Menschen, dessen vokale Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere im Abendland den Maßstab für das darstellten, was überhaupt als musikalisch sinnvoll gelten konnte. Ausgehend vom Mythos um den thrakischen Sänger Orpheus, dessen Gesang eine geradezu magische Wirkung auf die Zuhörer ausübte, unternimmt die Vorlesung einen kulturgeschichtlichen Gang durch die abendländische Geschichte des Singens, geleitet von der Frage, welche Sänger an welchem Ort auf welche Weise und mit welcher Wirkung mit ihrer Stimme Musik gemacht haben.

  Seedorf T.
Mi 9.15–10.45
ab 14.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Beethoven

Die Vorlesung verortet Ludwig von Beethoven in seinem historischen Umfeld und beleuchtet die Schwierigkeiten, die sich einer biografischen Erschließung entgegenstellen. Im Mittelpunkt steht freilich die Auseinandersetzung mit seiner Musik, wobei neben den wirkungsmächtigsten Stücken auch die vermeintlichen Randbereiche (Lied, Chormusik, kleinere Variationenwerke, Tänze) zur Sprache kommen. Anhand zeitgenössischer und späterer Quellen wird überdies der Versuch einer Rezeptionsgeschichte unternommen, und die reichhaltige Diskografie erlaubt es, exemplarische Interpretationsvergleiche in die Darstellung einzubinden.

  Wiegandt M.
Do 9.15–10.45
ab 15.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Einführung in den Gregorianischen Choral
(mit Übung)
  Žuraj V.
Di 13.15–14.45
ab ??. 10.2009
  Römerbau
Seminarraum 215
         
Instrumentenkunde und Akustik, Instrumentation   Žuraj V./Troge T.
Di 11.15–12.15
ab ??.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
b) Musikinformatik
       
       
Musik nach 1945: Elektronische und Computermusik (2)
B.A. 1./ 3. Semester

Die Geschichte der elektronischen Musik von den analogen Produktionen der 50er Jahre bis zu den digitalen Computermusikproduktionen wird anhand ausgewählter Beispiele nachvollzogen. Die Zielsetzungen und Erwartungen u.a. an die Herausbildung einer neuen Ästhetik werden kritisch hinterfragt und an den Ergebnissen gemessen.

  Ferreira-Lopes P.
Mi 11.00–12.30
ab 14.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
DSP Programmierung
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik ab dem 3. Semester BA

Optimale Echtzeit-Signalverarbeitung von Audiosignalen in einem Datenstrom erfordert speziell darauf abgestimmte Rechnerarchitekturen, hier wird durch die Synchronisation von Algorithmus und Datenstrom gleichzeitig ein deterministisches Systemverhalten und eine minimale Latenzzeit der Signalverarbeitung erreicht.
Die Vorlesung behandelt nach Klassifizierung der Rechnerarchitekturen die Unterschiede zwischen Digitalen Signalprozessoren (DSP) und allgemein üblichen Rechnerarchitekturen (General Purpose Processors), dadurch wird eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit von DSP Architekturen speziell für die Verarbeitung von Audiosignalen möglich.
Anhand grundlegender Algorithmen der digitalen Audiosignalverarbeitung wie Pegelsteller, Mischer, Echo, Hall, Filter und evtl. schneller Fourieranalyse (FFT) werden die auf diese Algorithmen abgestimmte Merkmale der DSP Rechnerarchitekturen erläutert.

Praktische Übungen bieten einen Einstieg in die Umsetzung dieser Algorithmen und die Programmierung in Assembler.
Für die Übungen stehen auch programmierbare boards zur Verfügung.
Die Übungen erfordern die Verwendung einer Windows Installation auf dem Apple PowerBook.

  Langen Chr.
Do 14.30-16.00
ab 15.10.2009
  ComputerStudio
         
Zur Geschichte der experimentellen
Rockmusik

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik B.A. 1 . /3. Semester . Beschränkte Teilnehmerzahl im Seminar

In der Vorlesung wird der Frage nachgegangen, in wieweit Rockmusik experimentell sein kann und ob Rockmusik überhaupt ohne "Experimente" existieren kann. Dabei spielt natürlich die geschichtliche Entwicklung dieser Art von Musik und deren Rezeption eine wichtige Rolle. Parallel zur Vorlesung werden die Seminarvorträge erarbeitet, in denen in detaillierter Betrachtung einzelner Musiker und deren Veröffentlichungen das Experimentelle ihrer Musik erkundet werden soll.

  Lorenz R.
Mo 9.30 – 11.00
ab 12.10.2009
14tägig, im Wechsel mit dem dazu-gehörigen Seminar
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Symbolische Programmierung auf
Common Lisp III

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 5. Semester und MA

Fortsetzung und Vertiefung der Vorlesungen des vorigen Jahres über die Grundlagen und intermediären Techniken der Sprache. Fortgeschrittene Programmiertechniken.
Voraussetzung ist die abgeschlossene Teilnahme an den zwei Vorgängervolesungen.

  Lorrain D.
Di 15.45–17.15
ab 13.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Musikinformatik III
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 3. Semester

Einführung in Grundlagen und elementare Techniken der symbolischen Programmierung auf Common LISP. Common Lisp ist eine der großen KI-Sprachen und wird für viele Musikanwendungen eingesetzt, unter anderem für die "Open Music"-Umgebung am Pariser Ircam.

  Lorrain D.
Mo 16.00–17.30
ab 12.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         

Musikinformatik I
Einführung i. d. Grundlagen der Musikinformatik mit Übungen

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musikinformatik und des Instituts Lernradio BA 1. Semester

Die Vorlesung gibt Einführungen in Grundlagen der wichtigsten anwendungsbezogenen Musiksoftware wie Audioschnitt- und produktion, Sequencer, Notensatz sowie eine erste Einführung in graphische Musikprogrammierung mit Max/MSP. Dabei werden auch Hintergunrdwissen über Digitaltechnologie und Akustik vermittelt.

  Troge T./N.N.
Mo 9.30–11.00
ab 13.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
       
Musikinformatik I
Einführung i. d. Grundlagen der Musikinformatik
mit Übungen
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik und des Instituts Lernradio
BA 1. Semester

Die Vorlesung gibt Einführungen in Grundlagen der wichtigsten anwendungsbezogenen Musiksoftware wie Audioschnitt- und produktion, Sequencer, Notensatz sowie eine erste Einführung in graphische Musikprogrammierung mit Max/MSP. Dabei werden auch Hintergunrdwissen über Digitaltechnologie und Akustik vermittelt.

  Troge T./N.N.
Mo 9.30–11.00
ab 13.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
       
SEMINARE
       
       
a) Musikwissenschaft
       
       
Musikkritik
Blockseminar
  Hachmann H.
Fr 15. + 29.1.2009 14.00 –18.00 Konzertbesuche
im ZKM vom
18. – 24.1.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Experimente, Ideen und Konzepte, aber:
keine Noten!

Blockseminar

Die technische Entwicklung am Anfang des letzten Jahrhunderts ermöglichte es, Musik und Klang auch ohne die Verwendung der traditionellen Notenschrift zu erfinden und zu fixieren. Neben der rein elektronischen Musik gibt es seither Visionen und Ideen, die sich jeder Schublade verweigern, die sich i den Grenzbereichen von Installation, Interpretation und Konzeptkunst behaupten. Ausgehend vom Werk des amerikanischen Komponisten Alvin Lucier wird in diesem Seminar Musik im Mittelpunkt stehen, die auf Notenschrift verzichtet und andere Wege sucht. Die Auseinandersetzung mit diesen Werken soll dabei nicht nur theoretisch, sondern auch durch eigene künstlerische Versuche, Reaktionen und Reflexionen stattfinden. Mut und Phantasie sind daher unbedingt erwünscht.

  Hechtle M.
Sa 17.10.2009
11.00 – 14.00

12.12. + 23.1.2009
10.00 – 17.00

  ComputerStudio
Seminarraum
       
Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten   Michalak A.
Do 17.00 – 18.30 ab 15.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         

Einführung in die Musikwissenschaft
Vor allem für Erstsemester im BA-Studiengang
Mw/Mi (1.2.)

Das Phänomen Musik bietet verschiedene Zugangsmöglichkeiten: Man kann Musik spielen oder singen, man kann sie hören, man kann aber auch über sie nachdenken, sie beschreiben und sich über sie unterhalten. Der Begriff Musikwissenschaft bündelt unterschiedlichste theoretische Zugänge zur Musik, von denen einige Gegenstand dieses Seminars sein sollen. Neben einem Überblick über das Fach geht es vor allem um das Kennenlernen und Üben einiger grundlegender Arbeitsweisen (Lesen und Verstehen von Texten unterschiedlicher Herkunft, Verbalisieren von Höreindrücken etc.).
Obligatorische Ergänzung dieses Kurses ist die „Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten“ von Dr. Agnes Michalak.

Literatur zum Einlesen:
Nicole Schwindt: Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel - Techniken - Aufgaben, Kassel u.a. 62007, darin vor allem die ersten 25 Seiten.

  Seedorf T.
Mi 14.00–15.30
ab 15.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Das Kunstlied im 19. Jahrhundert -
Ästhetik, Analyse, Aufführungspraxis

Für alle Studierenden
Für BA Mw/Mi: 1.3a, 3.3a, 5.3a

Das 19. Jahrhundert war eine Ära des Kunstlieds. Nie zuvor hatten Komponisten sich so intensiv und mit einem solch hohen Kunstanspruch mit dieser Gattung beschäftigt, wie Franz Schubert und seine Nachfolger es taten. Neben einem Überblick über die Liedgeschichte (mit Seitenblicken auch auf nicht-deutschsprachige Liedtraditionen) wird es im Seminar um den Wandel der ästhetischen Einschätzung des Liedes, um unterschiedliche Wege der Liedanalyse und um Fragen der historischen Aufführungspraxis gehen.

Literatur zur Einführung
Reinhold Brinkmann: Musikalische Lyrik im 19. Jahrhundert, in: Musikalische Lyrik. Teil 2: Vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart – Außereuropäische Perspektiven, hrsg. von Hermann Danuser, Laaber 2004 (= Handbuch der musikalischen Gattungen, 8/2), S. 9-124.

  Seedorf T.
Di 17.30 – 19.00 ab 13.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Cantor und Music-Director - Bach in Leipzig
Blockseminar
Offen für Studierende aller Studiengänge mit Voranmeldung bis 6.10. im Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft / Musikinformatik
Für alle Studierenden
Für BA Mw/Mi: 1.3a, 3.3a, 5.3a

Noch vor einem halben Jahrhundert galt Bach als „Spielmann Gottes“ und „fünfter Evangelist“, als Musiker, der seine Tätigkeit als Thomaskantor in Leipzig als die Erfüllung einer Lebensaufgabe sah. Die neuere Bach-Forschung hat dieses Bild gründlich revidiert und einen neuen Blick auf die Leipziger Zeit des Komponisten möglich gemacht. Im Blockseminar sollen Bachs in und – zum größten Teil – für Leipzig komponierte Werke, die kirchenmusikalischen ebenso wie die weltlichen, im Kontext seines Wirkens als Cantor und Music-Director betrachtet werden.
Die Teilnahme am Seminar verpflichtet zur Übernahme eines Referats. Themen können bereits während der Ferien abgesprochen werden.

Literatur zur Einführung
Christoph Wolff: Johann Sebastian Bach, aktualisierte Neuausgabe: Frankfurt am Main 2005 (eine sehr empfehlenswerte und preiswerte Taschenbuchausgabe)

  Seedorf T.
Fr + Sa
23./ 24.10.2009
Vorbesprechung:
Mi 7.10.2009
13.00 – 14.00
  Max-Reger-Institut
Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Wilhelm Furtwängler - Komponist, Dirigent, Musikschriftsteller

Wilhelm Furtwängler(1886-1954) ist eine umstrittene Gestalt, deren vielfältiges Wirken eine Reihe von Kritikern, ja Anklägern, aber auch Anhängern und Verteidigern auf den Plan gerufen hat. Die Reizthemen hängen wesentlich mit Furtwänglers musikpolitischer Rolle zwischen 1953 und 1945 zusammen, doch liefert auch seine in Aufnahmen, Partituren und Texten dargelegte, prononcierte Musikauffassung Zündstoff für lebendige Debatten. Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachbereiche und Semester. Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit dem Repertoire, der Werkauffassung und der Weiterentwicklung des Dirigenten Furtwängler, ergänzt um Lektüreauszüge aus seinen Schriften. Außerdem wird mit der 2. Symphonie ein Hauptwerk des Komponisten besprochen, ehe sich die Aufmerksamkeit auf musikpolitische Fragen richtet.
Zum Einhören empfehle ich die jüngst erschienene CD-Edition Wilhelm Furtwängler. Live in Berlin. The Complete RIAS Recordings (audite 21.403). Auf 12 CDs werden viele besonders eindringliche Konzertmitschnitte der Nachkriegsjahre 1947-1954 in klanglich restaruriertem Zustand angeboten. Die Box wird kurzfristig in der Hochschulbibliothek verfügbar sein, ergänzt um einige CDs mit Aufnahmen aus der Zeit bis 1945.

  Wiegandt M.
Do 11.00–12.30
ab 15.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Das Erzählen und die Künste
(Musikwissenschaft im interdisziplinären
Dialog)

Für Studierende ab dem 3. Semester

Das jeweils im Wintersemester stattfindende Seminar „Musikwissenschaft im interdisziplinären Dialog“ verfolgt das Ziel, fachübergreifende Fragestellungen zu behandeln, für die im Unterrichtsalltag zu wenig Raum bleibt. Die wechselseitige Erhellung der Künste, aber auch deren jeweilige Eigenheiten stehen im Mittelpunkt. Diesmal geht es um das Thema Erzählforschung. Das Erzählen ist keine ursprüngliche Domäne der Kunst, sondern des Alltags, wie die mündlich vermittelten Erlebnisberichte, Witze und Legenden zeigen. Allerdings haben sich die Künste der großen Erzähltraditionen in je eigener Weise bemächtigt. Ob die Musik als begriffslose Kunst über ein geeignetes Instrumentarium zur narrativen Vermittlung verfügt, wie es der Film, die Novelle oder der Comic besitzen, steht freilich dahin. Das Seminar beginnt mit der Erkundung eines narrativen Panoramas, das die alltägliche Erfahrung der Lebenswelt zum Gegenstand hat, aber auch die ersten Beispiele aus den Künsten benennt. Danach wird die weitverzweigte Theorie des Erzählens erschlossen und anhand einer Auswahl musikalischer, literarischer und filmischer Werke konkretisiert.
Einführende Lektüre: Monika Fludernik, Einführung in die Erzähltheorie, Darmstadt 2006.

  Wiegandt M.
Fr 9.15 – 10.45
ab 16.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Mozart: Le Nozze di Figaro

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Le Nozze di Figaro gehört zu den Säulen des Musiktheaters und ist Gegenstand eines Seminars, das die Grundelemente der Opera buffa erläutert, die Zusammenarbeit Mozarts mit seinem Librettisten da Ponte würdigt und den Feinheiten der Musiksprache Mozarts nachspürt. Außerdem werden verschiedene Inszenierungen mit ihren Deutungsakzenten verglichen.
Einführende Literatur: Stefan Kunze, Mozarts Opern, Stuttgart 1984

  Wiegandt M.
Fr 11.00–12.30
ab 16.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
b) Musikinformatik
       
       
Max / MSP
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musikinformatik ab dem 3. Semester BA

Setzt den Besuch des Einführungskurs von R. Torres oder entsprechende Kenntnisse voraus.

  Ferreira-Lopes P.
Do 12.00–13.30 ab 15.10.2009
  ComputerStudio
       
Projekte mit MAX/MSP - Musik und Kreativität
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musikinformatik BA 3./4. Semester

Ästhetische und stilistische Fragestellungen und deren praktische Umsetzung stehen im Mittelpunkt des Seminars, unter anderem die Anwendung unterschiedlicher Methodologien, um ein Proejkt zu realisieren. Z.B.: wie kommt man von der symbolischen Wahrnehmungsebene zu einer musikalischen Ebene? Ziel ist die Unterstützung bei musikalischen Projekten von elektronischer Musik, Live Electronics, Performance und Installation.

  Ferreira-Lopes P.
Mo 10.00–11.30
ab 12.10.2009
und n. V.
  ComputerStudio
         
Projekte mit MAX/MSP - Bau und Design digitaler Musikinstrumente
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musikinformatik BA 5./6. Semester

Basierend auf den erworbenen Kenntnissen (Max/MSP, SuperCollider etc.) werden Prototypen für digitale Musikinstrumente entworfen und gebaut.
Die Instrumente sollen in der Lage sein, in kontrollierter Form Klänge zu erzeugen oder kontrolliert den Klang traditioneller Instrumente zu modifizieren. Es werden Sensoren, Platinen etc. (Arduino) zur Verfügung stehen.

  Ferreira-Lopes P.
Mo 10.30–13.00
ab 12.10.2009
und n. V.
  ComputerStudio
         
Zur Geschichte der experimentellen Rockmusik
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 3. Semester

B.A. 1 . /3. Semester . Beschränkte Teilnehmerzahl im Seminar
In der Vorlesung wird der Frage nachgegangen, in wieweit Rockmusik experimentell sein kann und ob Rockmusik überhaupt ohne "Experimente" existieren kann. Dabei spielt natürlich die geschichtliche Entwicklung dieser Art von Musik und deren Rezeption eine wichtige Rolle. Parallel zur Vorlesung werden die Seminarvorträge erarbeitet, in denen in detaillierter Betrachtung einzelner Musiker und deren Veröffentlichungen das Experimentelle ihrer Musik erkundet werden soll.

  Lorenz R.
Mo 9.30–11.00
ab 19.10.2009
14tägig, im Wechsel mit der dazugehörigen Vorlesung
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Musikalische Anwendungen der
symbolischen Programmierung I

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 3. Semester

Ergänzung der Musikinformatik III — Common LISP I Vorlesungen: Einführung der musikalischen Anwendungen der symbolischen Programmierung, praktische Beispiele und Übungen, Studienprojekte

  Lorrain D.
Mi 15.30–17.00
ab 14.10.2009
  ComputerStudio
       
Musikalische Anwendungen der
symbolischen Programmierung III

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 5. Semester und MA

Fortgeschrittene musikalische Anwendungen im Rahmen der symbolischen Programmierung. Mit Studentenreferaten und -projekten

  Lorrain D.
Do 16.00–17.30
ab 15.10.2009
  ComputerStudio
       
Elektronische Kompositions- und Aufführungspraxis
Musikinformatik I muss parallel belegt werden

Mittwoch, 15.45–17.15, Hörsaal. Beginn 21.9.09
Die techologieabhängigen Produktionsweisen elektronischer Musik und die Möglichkeiten der Analyse nicht-notierter Musik stehen im Mittelpunkt des Seminars. Das Seminar ergänzt die Vorlesung zur Musik nach 45 von Prof. Ferreira-Lopes.

  Troge T. / N.N.
Mi 15.45–17.15,
ab 28.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Konstruktionsversuche für musikalische Ontologien
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musikinformatik BA 5. Semester und MA

Ausgehend von Erkenntnissen der Kognitionswissenschaften und der Neurophysiologie werden Modelle musikalischer Ontologien entwickelt und diskutiert. Dabei werden auch alternative Weltmodelle zum Ausgangspunkt gemacht, d.h. beispielsweise der Frage nachgegangen, welche Formen von Musik sich z.B. in einer reinen Wasserwelt oder einer Welt mit nichtlinearer Schallausbreitung entwickeln würden. Das Ganze dient letztendlich auch der Frage, inwieweit eine Ontologiekonstruktion Grundlage für Softwaresimulationen von musikalischer Intelligenz und Kreativität sein kann.

  Troge T. / N.N.
Fr 15.00–16.30
ab 30.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Musik, Kreativität und KI
(Seminar/Kolloquium)
  Troge T. / N.N.   n.V.
       
KURSE
       
       
     
C++ und Objective-C für
Musikwissenschaftler und Musikinformatiker
B.A. 1. oder spätestens 3. Semester

Einführung in die Sprachfamilie C und deren Derivate. Pflicht im Hauptfach Musikinformatik.

  Leiß Ph.
Mo 18.30 – 20.00
  ComputerStudio
       
Gehörbildung und Harmonielehre I
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik_informatik BA 1. Semester
  Stolterfoth C.
Di 12.30–14.00
ab 20.10.2009

  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Gehörbildung und Harmonielehre III
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik_informatik BA 3. Semester
  Stolterfoth C.
Di 14.30–17.00
ab 20.10.2009
  ComputerStudio
Seminarraum
       
Meisterkurs Gerald Bennett: Musikprogrammieren in C
Siehe Infobroschüre „Karlsruher Meisterklassen“
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik und Komposition
  Bennett G.
5.–10.10.2009

  siehe Aushang
       
Formenkunde und Analyse
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 5. Semester
  Torres R.
Mo 17.00–18.30
ab 13.10.2009
   
         
MAX / MSP Einführende Projekte
  Torres R.
Mo n.V.
  ComputerStudio
       
       
ÜBUNGEN
       
       
Übungen zur Vorlesung Musikinformatik I
(Gruppeneinteilung)

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 1. Semester
  Lee D./Seibert C./ Tutoren
Mo 14.30–17.00
ab 12.10.2009
und n.V.
  ComputerStudio
       

Medienproduktion
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik BA 3. Semester

Produktion der Blu-Ray/DVD-Video "Portrait-Konzert Denis Lorrain, ComputerStudio 2010".
Anhand der Produktion einer DVD werden Aufgabenstellungen und Lösungsansätze der Abbildung von Musik mittels digitaler A/V-Medien kritisch betrachtet und praktisch ausgeführt. Das Ergebnis des Unterrichts ist das fertige Medium.

  Lorenz R. /Tutoren
Di 9.30–11.00

  ComputerStudio
       
Audiotechnik
Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik und des Instituts Lernradio
BA 1. Semester
  Lorenz R.
Di 16.00–17.30
  ComputerStudio
       
WEITERE VERANSTELTUNGEN
       
       
Erlebe Deine Stimme
Offen für alle Studierende
Chormusik im Ostseeraum
Offen für alle Studierende
Coaching neue Vokalmusik
Offen für alle Studierende
  Cunillera, Nuria
Fr 12.00 – 13.00
Cunillera, Nuria
Fr,13.00 – 14.00
Cunillera, Nuria
Do 12.00 – 14.00
  Römerbau S215

Römerbau S215

Römerbau S215

         
Projekte und Abschlussarbeiten mit
Sonic Arts

Für Studierende der Musikwissenschaft/Musik-informatik MA
  Ferreira-Lopes P.
Mo 13.00 – 14.30 ab 12.10.2009
  ComputerStudio
       
Dirigieren für Komponisten   Fodor E.
Do 15.00 – 18.00
  ComputerStudio
LiveRaum
         
Wahrnehmung von "Zeit" in der Aufführungspraxis neuer Musik
Offen für alle Instrumentalisten
  Fodor E.
Sa 10.00-13.00
ab 24.10.2009
  Römerbau S 215
         
Kolloquium für Doktoranden
und Masteranwärter
  Lorrain/Seedorf/
Troge/Wiegandt
Mi 17.15–18.45
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Einzelunterricht Kompositions- und Studienprojekte / Allgemeine Sprechstunde
  Troge T.
n. V.
  n.V.
       
Vertiefende Studienarbeit zur Musik-
informatik
  Troge/Ferreira-Lopes/ Lorrain/N.N./ Rohrhuber
Siehe Aushang
  siehe Aushang
         
Technische Betreuung von
Studienprojekten
  Troge T. / Lorenz R.
Siehe Aushang
  n.V.
       
Computerflügel – Einführung und Projektbetreuung
  Troge T./Zassimova A.   Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Klavier-Pflichtfach
  Zassimova A.
n.V.
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
       
Von der Bühne auf die Leinwand –
Diskussion ausgewählter
Opernverfilmungen
  Weisser M.
Di 19.00–22.00 14tägig
ab 13.10.2009
  Schloss Gottesaue
Hörsaal
         
Klangsynthese im Film – Einführung in die Musik-Programmiersprache SuperCollider
an Beispielen aus der Geschichte
synthetischen Filmtons
  N.N.
Siehe Aushang
Blockveranstaltung
  ComputerStudio
         
Programmieren mit SuperCollider für Fortgeschrittene
Blockseminar
      ComputerStudio

 

 


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