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Chronik

Bimediales Arbeiten - die Redaktionsarbeit beim SWR wird revolutioniert
 

Webreporterin Martina Liepold (Studentin am Institut LernRadio)


  Seit dem WS 2001/02 sind Studierende des LernRadios in das Projekt "Bimediales Arbeiten" des SWR's involviert. Gemeinsam mit Kommilitonen der Fachhochschule Karlsruhe unter Leitung von Prof. Jürgen Walter und Mitarbeitern des SWR Karlsruhe entwickeln sie Werkzeuge und Inhalte, um zu erforschen, wie mit heutigen technischen Mitteln Beiträge für Hörfunk und Fernsehen sinnvoll erarbeitet werden kann.

Als Hintergrund des Projektes steht die Notwendigkeit, Personalressourcen im Öffentlich- Rechtlichen Rundfunk effizienter und kostengünstiger zu nutzen. Wurden bisher zu wichtigen Terminen mehrere Mitarbeiter aus Hörfunk- und Fernsehredaktionen zwecks Berichterstattung geschickt, so versuchen die Studierenden gemeinsam mit den Profis des SWR Karlsruhe herauszufinden, wie lediglich ein Redakteur und ein Kameramann künftig sowohl für Fernsehen als auch für Hörfunk hochqualitative Beiträge erstellen können.

Der Focus liegt hierbei im technischen Bereich, d.h. auf der Entwicklung effektiven Zusammenwirkens heutiger technischer Hilfsmittel wie Digitalkameras mit hoher Automatisierung, Hochleistungs-Laptops, mit Hilfe derer das eingespielte Material vorbereitet und bearbeitet werden kann, sowie der Nutzung des Internets als Kommunikationsmedium, als Übertragungsmittel von aufgenommenem Material bis hin zum Live-Streaming.

Der aktuelle Bereich mit seiner sehr schnellen, kompakten Berichterstattung eignet sich hierbei zunächst am besten für das bimediale Arbeiten. Der Ablauf eines bimedialen Einsatzes sieht folgendermaßen aus: Ein Team (Kameramann, Redakteur), ausgestattet mit einer halbprofessionellen SONY Videokamera, einem hochqualitativen Sprachmikrofon und einem SONY VAIO Laptop mit entsprechender Schnittsoftware (z.B. Premiere 6.0) geht auf einen Termin und fährt O-Töne und Bildmaterial ein. Während das auf dem Laptop gespeicherte Material sofort per Internet hochkomprimiert zur Redaktion geschickt wird (und dort gesichtet/kommentiert werden kann), bearbeitet der Redakteur auf dem selben Laptop entweder vor Ort, auf der Rückfahrt oder im Studio den Videobeitrag, indem er das Material vorsortiert, Clips erstellt und O-Töne herausfiltert und schneidet. Danach werden die einzelnen Clips in eine Reihenfolge gebracht, mit Moderation versehen und fertiggestellt. Für den Hörfunkbeitrag werden bei Bedarf O-Töne extrahiert. Der gesamte Postproduktionsprozess dauert im optimalen Fall nicht länger als eine Stunde.

Die bislang gemachten Erfahrungen zeigen, dass sowohl Zeitziel, erforderliche hohe Bild- und Tonqualität als auch Kosteneinsparungen mit den erarbeiteten Konzepten und eingesetzten technischen Hilfsmitteln erreichbar sind.

Die Forschungsergebnisse der FH und des LernRadios werden die Arbeitsweise beim SWR revolutionieren. Mit Blick auf die schnellen Entwicklungen im Internet (Webcasting, Internetradio etc.) kann bereits heute konkret der Begriff "bimedial" auf "trimedial" ausgeweitet werden. Denn nichts liegt näher, als das gesammelte Material sowohl für Fernsehen als auch für Hörfunk als auch für Internet aufzubereiten. Das ist eben nur eine Frage der Zeit, in jeder Hinsicht.

Von Jürgen Christ

 

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