Prof. Dr. phil. habil. Stephan Mösch

Professor*in
Ästhetik, Geschichte und künstlerische Praxis des Musiktheaters
Institut für MusikTheater
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Prof. Dr. Stephan Mösch

Prof. Dr. phil. habil. Stephan Mösch absolvierte ein Doppelstudium: Musik-, Theater- und Literaturwissenschaft in Berlin, sowie Gesang in Berlin und Stuttgart. Meisterkurse besuchte er bei Elisabeth Schwarzkopf, Dietrich Fischer-Dieskau, Aribert Reimann und Helmuth Rilling. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Noch während des Studiums wurde er mit dem Domgraf-Fassbaender Preis ausgezeichnet und war Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb. 2001 promovierte er an der TU Berlin mit einer Studie über Boris Blacher (Der gebrauchte Text, erschienen 2002 im Metzler Verlag, Pressespiegel unter Publikationsverzeichnis). Die Habilitation erfolgte 2008 an der Universität Bayreuth und führte zur doppelten Venia Legendi für die Fächer Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters. Die Habilitationsschrift mit dem Titel Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners „Parsifal” in Bayreuth 1882-1933 erschien 2012 in 2. Auflage bei Bärenreiter (Pressespiegel unter Publikationsverzeichnis).

Stephan Mösch gehörte 2004 zur ersten Faculty Aufbaustudiengangs Executive Master in Arts Administration an der Universität Zürich. 2010/11 vertrat er den Lehrstuhl für Musiktheaterwissenschaft an der Universität Bayreuth. 2012 gehörte er zu den Mentoren des FWF-Projekts Oper zwischen Hermeneutik und Performativität an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Lehraufträge führten ihn an die Universitäten in Berlin (UdK), Marburg, Lüneburg und Wien, sowie an die Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. Er lehrte bei den Dresdner Meisterkursen Musik (DMM) und bei den Weimarer Meisterkursen. Von den Bayreuther und Salzburger Festspielen sowie vielen großen Opernhäusern wie der Deutschen Oper Berlin, der Oper Frankfurt, der Semperoper Dresden (Sächsische Staatsoper), der Staatsoper Stuttgart und der Wiener Staatsoper wurde Stephan Mösch zu Vorträgen und Moderationen eingeladen. Tagungen konzipierte und leitete er im In- und Ausland.

Von 1994–2013 arbeitete Stephan Mösch als verantwortlicher Redakteur für die Fachzeitschrift Opernwelt (Berlin), deren Profil er wesentlich erweiterte und prägte. In diesen Jahren war er auch Mitherausgeber des Jahrbuchs OPER und einer CD-Reihe. 2004 wurde Opernwelt mit der Gottlob-Frick-Medaille in Gold ausgezeichnet. Von 1996–2008 schrieb Stephan Mösch außerdem für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für Radioanstalten der ARD ist er nach wie vor tätig. Seit 2007 wurde er wiederholt als Experte zu Fernsehsendungen eingeladen, unter anderem zu den ersten Live-Übertragungen von den Bayreuther Festspielen 2011, 2012 und 2015 (Arte, ZDF/3sat, BR).

Stephan Mösch war bzw. ist Jurymitglied zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe für Gesang, Regie und Bühnengestaltung wie dem Bundeswettbewerb Gesang, dem Salomon-Lindberg-Wettbewerb, dem Concours Suisse Ernst Haefliger, dem Competizione dell’Opera, dem Ring Award, dem Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie und dem Hans Gabor Belvedere-Wettbewerb. Außerdem ist er seit 1996 Mitglied beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seit 2011 gehört Stephan Mösch zum Kuratorium der Internationalen Hugo Wolf Akademie e.V. 2012 wurde er ins Kuratorium der Richard-Wagner-Stiftung zur Neugestaltung des Richard-Wagner-Museums in Bayreuth berufen.